VW-Currywurst bleibt
beliebtestes Kantinenessen
An allen sechs deutschen Standorten der Volkswagen AG führt der Klassiker die Rangliste an

Natürlich die Nummer eins: Die VW-Currywurst bleibt bei den Beschäftigten das beliebteste Kantinenessen.Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Wolfsburg. Automodelle und Ernährungstrends kommen und gehen, aber die Currywurst bleibt: Dieser eherne Grundsatz gilt in den Kantinen der Volkswagen AG nach wie vor. Die VW-Currywurst führte auch 2025 die Hitliste der beliebtesten Kantinenspeisen im Stammwerk Wolfsburg an.

Und auch auf Ebene der sechs Werke der Volkswagen AG - neben Wolfsburg sind dies Braunschweig, Emden, Hannover, Kassel und Salzgitter - steht sie auf dem ersten Platz der Fleischgerichte. Klassisch serviert als Currywurst mit Pommes als Beilage.

Unsere Zeitung hat bei Volkswagen nachgefragt, welche Gerichte ansonsten bei der Belegschaft beliebt sind. Wichtiges Detail am Rande: Die Rangliste für alle sechs Standorte und die des Stammwerks Wolfsburg sind deckungsgleich.

An den sechs Standorten werden täglich im Schnitt rund 30.000 Essen kredenzt. Und das standortübergreifend in 48 Betriebsrestaurants, 22 SB-Shops und 20 Bistros.

Bei den Gerichten mit Fleisch führt die VW-Currywurst das Ranking an, aber wer folgt auf den weiteren Plätzen? Den zweiten Rang nimmt die Frikadelle aus Schwein und Rind mit Bratensoße, Erbsen und Kartoffelstampf ein. Typische Hausmannskost also. Komplettiert wird das Treppchen von der Hirtenrolle aus Hackfleisch mit Zaziki, Weißkrautsalat und Djuvec-Reis. 2024 hatte das Gericht noch den vierten Platz belegt. Jetzt hat es das Hähnchenbrustfilet im Knuspermantel verdrängt.

„Unsere Betriebsrestaurants sind jeden Tag ein Stück Lebensqualität für zehntausende Beschäftigte und müssen Teil der Arbeitgeberattraktivität von Volkswagen sein. Uns ist wichtig, dass sich jeder bei uns wiederfindet. Die Ansprüche unserer Gäste sind immer auch ein Spiegelbild der Gesellschaft“, sagt der Leiter der Gastronomie, Markus Greiner.

Das zeigt sich auch in der vermehrten Nachfrage nach pflanzlichen Speisen. So hat das Team rund um Greiner in den vergangenen Jahren das Angebot weiterentwickelt und auch die Vielfalt erhöht.

Ein aktuelles Beispiel ist die Einführung der sogenannten „Planetary Health Bar“. Sie wird laut einem Volkswagen-Sprecher derzeit erfolgreich pilotiert. Dahinter steht ein

Ernährungskonzept mit mehr pflanzlichen Zutaten. „Die Gäste können ihre Mahlzeiten individuell zusammenstellen, was laut interner Rückmeldungen besonders gut angenommen wird“, erklärt der Sprecher. Solche Konzepte zahlen zudem auf einen klaren Trend ein: mehr Flexibilität, mehr Individualisierung und eine stärkere Orientierung an Gesundheit und Nachhaltigkeit.

„Wir verbinden bewusst Tradition und Wandel. Unser Anspruch ist es, nicht nur

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satt zu machen, sondern ein Angebot zu schaffen, das Freude macht, Energie gibt und gleichzeitig Verantwortung für Mensch und Umwelt übernimmt“, sagt Greiner. Daher werden bei Volkswagen auch vegetarische und vegane Gerichte serviert.

Bei den vegetarischen Gerichten liegt ein Klassiker klar vorn: Milchreis mit Schattenmorellen ist bei den VW-Beschäftigten am beliebtesten. Danach folgen die gebratenen Wok-Nudeln „Shanghai“. Sie werden zusammen mit einer Chilisauce und veganen Mini-Frühlingsrollen serviert. Mit Käsespätzle liegt ein typisch südwestdeutsches Gericht auf dem dritten Platz.

Bei den veganen Gerichten lag im vergangenen Jahr der Linseneintopf auf dem ersten Platz. Linsen spielen auch bei der Zweitplatzierten Speise eine Rolle: Die Spiralnudeln mit Linsen-Gemüse-Bolognese sind ebenfalls gut nachgefragt. Chili Sin Carne mit Patnareis belegt bei den veganen Speisen den dritten Platz. Die vegane VW-Currywurst hat es also nicht in die Top-Drei geschafft.

Insgesamt bleibt aber die VW-Currywurst der Renner bei den Beschäftigten. Sie erfreut sich aber nicht nur innerhalb der Belegschaft großer Beliebtheit, sondern auch außerhalb der Werke. Die Marke Volkswagen produziert inzwischen im Jahr mehr Currywürste als Fahrzeuge. Die Wolfburger Spezialität hat eine eigene Teilenummer. Sie wird inzwischen auch als Snack für die Mikrowelle in ausgewählten Supermärkten ausgegeben.

VW-Beschäftigte, die für ein paar Jahre in China arbeiten, müssen ebenfalls nicht auf die Currywurst verzichten, sich allerdings an andere Beilagen gewöhnen. So serviert Volkswagen im Reich der Mitte durchaus den „Kraftriegel des Arbeiters“, hat aber die geschmacklichen Erwartungen an die Vorlieben der chinesischen Genießer angepasst.

Serviert wird die Currywurst in Scheiben, mit Ketchup, Brötchen, Gurken, Pommes frites und Brokkoli. Ferner werden weltweit in den Betriebsrestaurants von Volkswagen typische lokale Gerichte serviert, erklärt ein Sprecher auf Anfrage.

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