Schnelles Internet rückt endlich näher
Bisher unterversorgte Gebiete: Stadt Wolfsburg vergibt Bauaufträge für Glasfaserausbau

Schnelles Internet für alle? Die Stadt Wolfsburg vergibt Bauaufträge für den Glasfaserausbau in unversorgten Gebieten.Foto: Martin Geist
Wolfsburg. Rund 2.800 bislang unterversorgte Adressen in Wolfsburg rücken dem schnellen Internet einen entscheidenden Schritt näher: Die Stadt Wolfsburg hat die Bauaufträge für das Förderprojekt Graue Flecken vergeben und damit das Vergabeverfahren erfolgreich abgeschlossen. Der Baustart ist für August beziehungsweise September 2026 vorgesehen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich innerhalb von zehn Monaten abgeschlossen werden.

Bauabschnitte

Vergeben wurden zwei Bauabschnitte: Das Los für den Cluster Nord mit Teilen von Wendschott, Velstove und Brackstedt sowie weiteren Adressen im nördlichen Stadtgebiet übernimmt Kuhlmann Leitungsbau aus Lüneburg. Den Zuschlag für den Cluster Süd mit Barnstorf, Hehlingen, der Schleusensiedlung Sülfeld und weiteren Adressen im Süden Wolfsburgs erhielt Christian Punzel Tief- und Straßenbau aus Stendal.

„Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur gehört heute zu den entscheidenden Standortfaktoren einer modernen Stadt“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Mit dem Glasfaserausbau schaffen wir bessere Voraussetzungen zum Leben, Arbeiten und Wirtschaften in Wolfsburg. Davon profitieren die Menschen vor Ort ebenso wie unsere Unternehmen. Gleichzeitig investieren wir nachhaltig in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.“ Mit dem Ausbau entsteht ein leistungsfähiges Glasfasernetz für bislang unterversorgte Haushalte und Unternehmen. Insgesamt werden dafür rund 87 Kilometer Leitungen einschließlich der Hausanschlüsse verlegt. Nach Fertigstellung wird die Wobcom das Netz betreiben.

Fiber to the Home

Bereits heute verfügen mehr als 90 Prozent aller Wolfsburger Adressen über einen Glasfaseranschluss bis ins Gebäude (FTTH – Fiber to the Home). Jede angeschlossene Adresse erhält dabei eine eigene Glasfaserleitung. Mit dem Ausbau der sogenannten Grauen Flecken wird Wolfsburg künftig flächendeckend mit dieser zukunftssicheren Technologie versorgt. Leistungsfähige Internetanschlüsse sind heute aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Der Ausbau schafft die Grundlage dafür, dass auch künftig immer größere Datenmengen zuverlässig übertragen werden können und stärkt zugleich die Attraktivität der betroffenen Wohn- und Gewerbestandorte.

Steigende Anforderungen

„Die Anforderungen an digitale Netze wachsen stetigt“, erklärt Dr. Sascha Hemmen, Leiter des Geschäftsbereichs Smart City und IT-Services. „Anwendungen wie Videokonferenzen, Cloud-Dienste oder digitale Verwaltungsangebote benötigen leistungsfähige und vor allem zuverlässige Verbindungen. Glasfaser bietet dafür die notwendige Grundlage – nicht nur für die heutigen Anforderungen, sondern auch für die digitale Entwicklung der kommenden Jahrzehnte. Mit dem Ausbau schaffen wir eine Infrastruktur, die langfristig leistungsfähig und zukunftssicher ist.“

Förderprojekt geht in Bauphase

Das Projekt wird im Rahmen der Gigabitförderung des Bundes umgesetzt. Die Gesamtinvestition beträgt rund 15 Millionen Euro. Der Bund übernimmt 50 Prozent der Kosten, das Land Niedersachsen weitere 25 Prozent. Durch die zwischenzeitlich angepasste Förderkulisse konnte die Gesamtinvestition gegenüber früheren Planungen reduziert werden.

In den kommenden Wochen werden gemeinsam mit den ausführenden Unternehmen die Bauabläufe im Detail abgestimmt und die notwendigen Genehmigungen eingeholt. Anschließend folgen der offizielle Spatenstich sowie eine umfassende Information der betroffenen Bürgerinnen und Bürger über den Ablauf der Bauarbeiten. Weitere Informationen zum Förderprojekt Graue Flecken sind unter www.wolfsburg.de/graue_flecken verfügbar.

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