Möglich wird jetzt auch die Sicht auf die Fassade des alten Postgebäudes von der Kleinen Schützenstraße aus, denn alle Nebengebäude der Post sind bereits abgerissen. Auch die Sichtachse auf das Rathaus wird großzügiger, wenn man in die Straße Am Werderpark aus Richtung Bahnhof einbiegt. Ein komplett freier Blick auf das Rathaus wird dann wohl mit dem Abriss des Postgebäudes möglich.
Begonnen wurde mit den Arbeiten am Hauptgebäude am 16. Dezember. Rund einen Monat sollen die Abrissarbeiten am alten Postgebäudes dauern. Geplant ist auf dem Gelände eine Seniorenresidenz des Hamburger Investors Cureus. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant. 148 Wohneinheiten sollen in der Seniorenresidenz mit 124 Pflegeplätzen verwirklicht werden, wie Cureus auf seiner Website schreibt.
Als Betreiber der Residenz wird die Compassio-Gruppe mit Hauptsitz in Ulm genannt. Die Compassio-Gruppe gibt es seit 2005. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben knapp 100 Seniorenresidenzen in Deutschland, darunter auch in Gadenstedt und Hämelerwald.
Laut dem Architekten-Entwurf sind auf dem Gelände der alten Post vier Geschosse plus Staffelgeschoss vorgesehen, also eines mehr als beim jetzigen Postgebäude. Darüber hinaus soll eine Tiefgarage gebaut werden. Das gesamte Areal umfasst 4.625 Quadratmeter in direkter Nachbarschaft zu Rathaus, Schützenplatz, Werderpark und City-Galerie.
Einfluss auf die Bebauungspläne hatte auch das benachbarte Härke-Brauerei-Gelände. Das Baudenkmal stellt ein Wahrzeichen Peines dar, deshalb hatte die Untere Denkmalschutzbehörde darauf hingewiesen, dass eine viergeschossige Bauweise an der Kleinen Schützenstraße die Blick-Wirkung auf das Baudenkmal schmälern würde.