Was bekannte Peiner 2025 begeisterte Fünf Fragen, fünf Antworten: Ein Jahresrückblick mit Bürgerschaffer Andreas Meier, Stadtbrandmeister Olaf Schurig, Superintendent Michael Glawion und der Kreis-Landfrauen-Vorsitzenden Bianca Lauenroth
Peine. Ein Jahr in fünf Fragen und fünf Antworten: In einem persönlichen Jahresrückblick verraten bekannte Peinerinnen und Peiner für die PAZ-Leser ihre 2025-Höhepunkte. Andreas Meier etwa ist noch immer ganz verzückt von seiner Premiere als Freischießen-Bürgerschaffer. „Ich habe so viele neue und spannende Menschen kennengelernt“, sagt er. Superintendent Michael Glawion verrät, warum ausgerechnet der Ex-Verkehrsminister ihm imponierte. Für Stadtbrandmeister Olaf Schurig erfüllte sich ein Fußball-Traum. Bianca Lauenroth, die Vorsitzende der Peiner Landfrauen, lobte eine Ehrenamt-Heldin.■ Mein schönster Moment des Jahres: „„Die Platzrunde nach dem Peiner Freischießen 2025 am Mittwochmorgen gegen 1 Uhr. Wenn nach fünf anstrengenden Tagen alles an Anspannung abfällt und man mit den Schaustellern noch einmal ins Gespräch kommt und alle sehr zufrieden sind – das ist einfach ein toller Moment. Das Fazit der Schausteller fiel wieder sehr positiv aus, sie sind gerne in Peine, lobten das ehrenamtliche Engagement und die Herzlichkeit.“ ■ Meine Menschen des Jahres: „Das sind meine beiden Söhne, die ihren Weg machen. Moritz absolviert neben seiner Arbeit bei der Volksbank noch ein Studium zum Betriebswirt. Und Mattes strebt nach dem Abitur ein duales Sportmanagement-Studium an.“■ Mein Buch des Jahres: „Ich liebe historische Romane. ,Stonehenge‘ gefällt mir sehr gut, weil Ken Follett sehr spannend und detailgetreu erzählen kann. Man kann sich in die historische Zeit sehr gut hineinversetzen.“■ Mein Film des Jahres: „Ich habe ,Frankenstein‘ auf Netflix gesehen. Gruselig, spannend, so viele Gänsehaut-Momente: Ich habe bis zum Ende mitgefiebert.“■ Mein Song des Jahres: „Ich bin 1964 geboren und von daher ein Rocker. Van Morrison hat ein starkes, neues Album herausgebracht. ,Down to joy‘ darauf hat es mir angetan, ein typischer Van-Morrison-Song.“■ Mein schönster Moment des Jahres: „Das Jahr war für mich vor allem von gemeinsamen Momenten geprägt. Die schönste Zeit war die mit meiner Familie – besonders die Kreuzfahrt mit meiner Frau, aber auch viele familiäre Feste im Laufe des Jahres. Augenblicke wie leuchtende Kinderaugen an Weihnachten zeigen, wie wertvoll Nähe und gemeinsames Erleben sind und worauf es im Leben wirklich ankommt.“■ Meine Menschen des Jahres: „Als Anhänger des großen HSV fällt mir Trainer Merlin Polzin ein, der die Hamburger zurück in die 1. Liga geführt hat. Ich bin schließlich von klein auf HSV-Fan. Die wichtigsten Menschen waren aber meine Familie. Auch den Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr möchte ich hervorheben. Kameradschaft, Vertrauen, das Füreinander-Einstehen im Einsatz wie im Alltag – diese Werte sind nicht selbstverständlich und verdienen besondere Wertschätzung.“■ Mein Buch des Jahres: Ein Buch, das mich in diesem Jahr besonders bewegt hat, ist ,Was bleibt, wenn der Einsatz endet‘ der Berufsfeuerwehr Braunschweig. Es macht eindrucksvoll deutlich, dass ein Einsatz nicht mit dem Verlassen der Einsatzstelle vorbei ist und wie sehr Erlebnisse nachwirken können.“■ Mein Film des Jahres: „,Amrum‘ von Fatih Akin ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Nicht nur wegen der Geschichte, sondern vor allem wegen der Insel selbst, zu der wir als Familie eine enge Verbindung haben. In ruhigen Bildern zeigt der Film, wie wertvoll einfache Dinge sein können – etwa wenn ein Junge alles daransetzt, ein Weißbrot mit Butter und Honig zu bekommen. Gerade diese Schlichtheit macht den Film so besonders und berührend.“■ Mein Song des Jahres: „,Sail Away‘ – ein Lied, das ich während der Kreuzfahrt während des Auslaufens aus diversen Häfen immer wieder gehört habe und das für mich mit vielen schönen Erinnerungen, Abstand vom Alltag und dem Gefühl von Aufbruch verbunden ist.“■ Mein schönster Moment des Jahres: Meine Einführung in der Jakobi-Kirche in diesem großartigen Gottesdienst. Dass so viele Peiner daran Anteil genommen haben und mich an diesem Tag begleitet haben, das war schon etwas ganz Besonderes. Und die Jakobi-Kirche ist ein Highlight in Peine.“■ Meine Menschen des Jahres: „Mein Lieblingsmensch ist natürlich mein Mann. Als Theologe schlägt mein Herz auch für Papst Franziskus, der noch am Tag vor seinem Tod den Segen Urbi et orbi gespendet hat. Er ist so schlicht gegangen, wie er in seiner Amtszeit gewirkt hat. Auch für einen protestantischen Theologen ist das schon beeindruckend. Wenn ich einen Menschen aus der Politik nennen sollte, würde ich tatsächlich Volker Wissing nennen. Ihm hat man angemerkt, wie er unter seiner Partei gelitten hat. Nach dem Aus der Ampel-Koalition ist er aus der FDP ausgetreten, um seine Amtsgeschäfte so gut wie es geht zu Ende zu führen. Für mich ist das ein Beispiel für Aufrichtigkeit.“■ Mein Buch des Jahres: „,Planck oder Als das Licht seine Leichtigkeit verlor‘ von Steffen Schroeder– es ist eines der wenigen Bücher, die ich zweimal gelesen habe. Es ist ein Buch über die berühmten Physiker Max Planck und Albert Einstein und deren Söhne. Der Sohn von Max Planck war an den Vorbereitungen des Hitler-Attentats beteiligt, und Albert Einsteins Sohn war in der Schweiz in einer Irrenanstalt. Der Clou an dem Buch ist, dass alles ineinandergreift, obwohl man vier biografische Episoden liest, die an vier verschiedenen Orten spielen.“■ Mein Film des Jahres: „Wir haben den Auschwitz-Film ,The Zone of Interest‘ mit Sandra Hüller in diesem Jahr gesehen. In diesem Film ist gut dargestellt, wie Menschen die Realität ausgeblendet haben.“■ Mein Song des Jahres: „Ich höre beim Autofahren Nachrichten, allerdings wenn ich abends nach Sitzungen nach Hause fahre und den Kopf voll habe mit vielen Dingen, dann höre ich Bach. Es gibt ein Stück, das ich in Endlos-Schleife hören kann. Bach hat ein Konzert für zwei Cembali geschrieben, das ist wie ein Entspannungsbad für die Seele.“■ Mein schönster Moment des Jahres: „Meine Wiederwahl im Februar für weitere viere Jahre. Ich habe viele tolle Frauen bei den Landfrauen kennengelernt, habe einen jungen, engagierten Vorstand. Die Netzwerkarbeit und das Ehrenamt machen einfach Spaß. Im Februar haben wir uns zudem über unser sechstes Familienmitglied gefreut: Hund Hannes. Er ist ein Münsterländer-Labrador-Mischling und bringt ordentlich Trubel.“ ■ Mein Mensch des Jahres: „Meine Landfrauen-Kollegin Ellen Fricke aus Voigtholz. Sie ist 85 Jahre alt, aber noch überall mit Feuer und Eifer dabei. Sie kümmert sich auch um die Seniorenbegleitung, hilft beim Einkaufen oder bei Arztbesuchen. Viele der Senioren, die sie begleitet, sind jünger als sie. Für mich ist sie die Landfrau des Jahres.“■ Mein Buch des Jahres: „,Der Klang von Wind und Wellen‘ von Anne Barns - es ist ein richtiger Wohlfühlroman, keine schwere Kost. Und ich liebe alles, was an der See spielt. Ob Usedom, Rügen oder Heiligenhafen - immer wenn wir ans Meer fahren, kaufe ich mir einen Krimi, der dort spielt.“■ Mein Film des Jahres: „„,Die Schule der magischen Tiere 4 - wir haben einen tollen Familien-Ausflug ins Kino nach Braunschweig unternommen. Ab in die Liegesessel-Position, in diesem Film kann man wunderbar abtauchen.“■ Mein Song des Jahres: „,Moviestar‘ von Harpo - weil man da einfach super zu tanzen kann. Beim Weihnachtsball der Landjugend haben wir deshalb entschieden, dass wir zu dem Lied auch bei unserem Landfrauen-Ball am 21. Februar im Schützenhaus unseren Eröffnungstanz absolvieren wollen.“