Wunsch nach Wohneigentum ist groß
Jahresbilanz der Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine

In 2025 vermittelte die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine mehr Wohnobjekte als im Vorjahr.Foto: Markus Scholz
Kreis Peine. Wer derzeit ein Haus bauen will, muss tief in die Tasche greifen: „Der Immobilienmarkt ist noch immer geprägt von den hohen Baukosten“, sagt Ingmar Müller vom Vorstand der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine. Hinzu kämen die anhaltend hohen Zinsen und die unsichere weltwirtschaftliche Lage. Nichtsdestotrotz hat die Sparkasse 2025 in ihrem Bereich 279 private Wohnobjekte mit einem Kaufpreisvolumen von 69,7 Millionen Euro vermittelt - davon 36 in der Region Peine mit einem Gesamtvolumen von 6,1 Millionen Euro. „Denn der Wunsch nach Eigentum ist ganz klar da, die Entscheidungen bezüglich eines Neubaus hingegen sind weniger geworden“, verdeutlicht Müller.Insgesamt habe die Sparkasse sogar mehr Wohnobjekte als in 2024 vermittelt: Damals seien es im gesamten Bereich 244 mit einem Volumen von 52,9 Millionen Euro gewesen, sagt Müller. Im vergangenen Jahr habe die Sparkasse zusätzlich drei gewerbliche Gebäude mit einem Gesamtkaufpreis von 692.000 Euro vermittelt.

„Unsere Erwartungshaltungen wurden in 2025 klar erfüllt.“ Neu eingeführt hat das Kreditinstitut jüngst das „Cockpit Immobile“. Dabei handelt es sich um eine „digitale Schaltzentrale“ rund um das Wohneigentum, die von der Abwicklung in Sachen eigene Immobilien bis zur Marktpreis-Einschätzung alles bieten soll.

Ein weiteres bedeutendes Thema ist für das Kreditinstitut die Stadtortfrage: Derzeit hat die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine 18 Geschäftsstellen im Landkreis Peine, acht davon sind SB-Filialen. Ausgeklammert ist dabei die Gemeinde Vechelde, für den Bereich ist die Braunschweigische Landessparkasse zuständig. „An der Anzahl der Filialen soll sich so bald nichts ändern“, sagt Sparkassen-Vorstandsmitglied Steffen Lange. „Zwar gibt es den Trend zur Digitalisierung, aber auch den Bedarf nach persönlicher Beratung.“ Vorstandsvorsitzender Torsten Schrell unterstreicht: „Es gibt keine Diskussion über Standortschließungen im gesamten Gebiet.“ Allerdings könne man heute nicht sagen, wie es in fünf oder sechs Jahren aussehen wird, ergänzt Lange.

Zum Thema Digitalisierung erklärt er, dass es mittlerweile 225.000 Kundinnen und Kunden der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine gebe, die Online-Banking nutzen, 130.000 davon auch die entsprechende App. Außerdem sei im vergangenen Jahr die Kooperation der Sparkasse mit Payback an den Start gegangen, die das Sammeln von Punkten mit der Sparkassen-Karte ermöglicht, verknüpft mit dem Online-Banking. Immer mehr Kundinnen und Kunden würden diesen Service nutzen.

Auch künstliche Intelligenz (KI) sei ein Thema, „vor dem wir uns nicht verschließen dürfen“, sagt Lange. Wobei die KI die Mitarbeitenden der Sparkasse unterstützen und nicht ersetzen solle. Zum Beispiel werde sie eingesetzt, um Kundinnen und Kunden außerhalb der Öffnungszeiten online bei bestimmten Anliegen zu helfen - etwa bei der Sperrung der EC-Karte. Die Sparkasse nutzt ihr eigenes KI-Tool namens „SKIppi“.

Das Firmenkundengeschäft sei derzeit „sehr herausfordernd“, deutet Müller an. Wesentliche Faktoren für die Unternehmen seien die Energiekosten und die geopolitische Lage. Dennoch habe die Sparkasse im vergangenen Jahr 145 Existenzgründungen und Übernahmen im gesamten Gebiet begleitet, was in etwa dem Niveau von 2024 entspreche. Alles in allem sei das Feedback gut, sagt Müller, ein Kritikpunkt der Firmenkunden sei allerdings die Erreichbarkeit der Berater gewesen. „Da haben wir noch ein bisschen zu tun.“ Darum soll in diesem Jahr ein „Business Service Center“ den Dienst aufnehmen. Mit diesem will die Sparkasse Anfragen schneller und gezielter bearbeiten. Vorstellen könne man es sich als eine vorgeschaltete Schleife bei den Nummern der Service-Mitarbeiter, erklärt Müller. „Ich glaube, das wird ein guter Schritt in die richtige Richtung.“

Etliche weitere Zahlen wurden beim Gespräch zur Jahresbilanz 2025 genannt. So beschäftige die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine aktuell rund 1.200 Mitarbeitende, 40 davon seien erst vor kurzem eingestellt worden. Hinzu kämen 74 Auszubildende.

Insgesamt seien im vergangenen Jahr 4,2 Millionen Euro über die Spendenplattform der Sparkasse in regionale Projekte geflossen, darunter zum Beispiel für einen neuen Oberstufen-Aufenthaltsraum der IGS Peine und neue Geräte für das Eltern-Kind-Turnen des SV Falke Rosenthal. 4,7 Millionen Euro habe die Sparkasse im vergangenen Jahr in ihre Standorte investiert, unter anderem für Umbauten, Modernisierungen und Sicherheit - letztgenannter Punkte mache immerhin zehn Prozent der Gesamtsumme aus.

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