Zuweisungen: 127 neue Geflüchtete im Kreis
Bis Ende September werden rund fünf Geflüchtete pro Woche erwartet

Peine. Für die Zuweisung neuer Flüchtlinge hat das Land Niedersachsen beschlossen, dass im Kreis Peine bis Ende September insgesamt 127 Menschen aufgenommen werden. Zum Vergleich: Im benachbarten Landkreis Gifhorn sind es insgesamt 306, dementsprechend ist die Zahl in Peine vergleichsweise gering.

„Bis Ende September sind 127 Personen unterzubringen, das heißt etwa fünf Personen pro Woche. Aufgrund dieser relativ geringen Zahl sind keine besonderen vorbereitenden Maßnahmen erforderlich“, ordnet Fabian Laaß, Pressesprecher des Landkreises Peine, die Zahl ein.

Die Unterbringung der Geflüchteten sei im Kreis Peine klar geregelt. Grundlage dabei ist eine Vereinbarung zwischen Landkreis, Stadt und Gemeinden: „Mit der Stadt Peine und den kreisangehörigen Gemeinden wurde ein öffentlich-rechtlicher Vertrag über die Unterbringung der geflüchteten Menschen geschlossen“, erläutert Laaß. Danach erfolge eine Verteilung entsprechend der Einwohnerzahlen. „Die Stadt Peine und die Gemeinden bringen die Menschen entweder in Gemeinschaftsunterkünften oder in gemeindeeigenen oder angemieteten Wohnungen unter“, ergänzt er.

Derzeit sind insgesamt 1048 Geflüchtete im Kreis Peine: 566 davon befinden sich im laufenden Klageverfahren, 356 sind ausreisepflichtig. Insgesamt 126 sind Asylbewerbende, 73 davon männlich und 53 weiblich. 14 Personen davon sind minderjährig, fünf sind im Alter von drei bis sechs Jahren und neun der Asylbewerbenden sind sechs bis 18 Jahre alt. Die meisten der 126 Asylbewerber leben laut Angaben des Landkreissprechers in der Stadt (70). Der Rest verteile sich weitgehend gleichmäßig auf die Gemeinden Edemissen (6), Hohenhameln (4), Lengede (8), Vechelde (5) und Wendeburg (8).

Die größte Gruppe unter den Asylbewerbern stamme mit 81 Personen aus Syrien, der Rest verteile sich auf unterschiedliche Länder.

In der Stadt Peine gibt es für die Unterbringung jeweils eine Gemeinschaftsunterkunft am Lehmkuhlenweg sowie an der Woltorfer Straße. Die Flüchtlingsunterkunft in Groß Lafferde hingegen könne derzeit nicht genutzt werden. „Die Unterkunft in der Bierstraße ist schon etwas in die Jahre gekommen und wird derzeit baulich neu hergerichtet, sodass dort momentan niemand untergebracht ist“, erläutert der Bürgermeister von Ilsede, Nils Neuhäuser. „Wir rechnen aber damit, dass im Laufe des Jahres der Normalbetrieb dort wieder aufgenommen werden kann.“

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