Mehr Barrierefreiheit in Peines Innenstadt
Neue Aktion erleichtert den Einkauf - Hilfe kommt per Telefon

Ein Aufkleber, der Türen öffnet: (v.l.) Kathrin Bolte (Citymanagement Peine Marketing GmbH), Horst Kunz (Beirat für Menschen mit Behinderung des Landkreises Peine), Ingrid Hoyer (Seniorenbeirat in der Stadt Peine), Jan Philip Colberg, Julian Drozdziol, Bürgermeister Klaus Saemann, Brigitta Schubert (Lebenshilfe Peine-Burgdorf GmbH), Stefanie Küster (Stadt Peine).Foto: Peine Marketing GmbH
Peine. Ein kleiner Aufkleber mit großer Wirkung: In der Peiner Innenstadt startet eine neue Initiative für mehr Barrierefreiheit im Einzelhandel und in der Gastronomie. Ziel ist es, Menschen mit Rollator, Kinderwagen oder Rollstuhl den Zugang zu Geschäften unkompliziert zu ermöglichen – auch dort, wo eine kleine Stufe bislang eine Hürde darstellt.

Initiiert wurde das Projekt von der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit in enger Zusammenarbeit mit der Kaufmannsgilde und Peine Marketing. Gemeinsam möchten die Partner ein sichtbares Zeichen für mehr Inklusion setzen und zeigen, dass Barrierefreiheit nicht immer große Investitionen erfordert.

Peines Bürgermeister Klaus Saemann, Aufsichtsratsvorsitzender der Peine Marketing GmbH, begrüßt die Initiative ausdrücklich: „Barrierefreiheit ist ein wichtiger Baustein für eine lebenswerte Stadt. Nicht jede Verbesserung erfordert große Investitionen – manchmal sind es einfache, praxisnahe Lösungen, die den Alltag vieler Menschen spürbar erleichtern. Diese Initiative zeigt, was möglich ist, wenn Stadt, Wirtschaft und engagierte Partner gemeinsam Verantwortung übernehmen.“

Geschäftsinhaber können ab sofort spezielle Aufkleber an ihren Türen anbringen. Darauf ist eine Telefonnummer vermerkt, über die Kunden direkt Kontakt aufnehmen können, wenn sie Unterstützung beim Betreten des Geschäfts benötigen.

Auch Jan Philip Colberg, Gildemeister der Kaufmannsgilde zu Peine, sieht in dem Projekt einen unkomplizierten Beitrag zur Teilhabe. „Im Mittelpunkt steht der neue Aufkleber mit der Telefonnummer – denn ein kurzer Anruf genügt und wir kommen nach draußen." Wer kein Telefon habe, könne sich über eine Funkklingel bemerkbar machen.

Für Anja Barlen-Herbig, Geschäftsführerin der Peine Marketing GmbH, zeichnet sich eine attraktive Innenstadt nicht nur durch ein vielfältiges Angebot aus. „Der neue Aufkleber ist ein Symbol für Gastfreundschaft, gegenseitige Hilfe und ein starkes Miteinander.“ Genau diese Werte machten die Innenstadt lebendig.

Die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit vereint Vertreter verschiedener Einrichtungen und Institutionen, die sich gemeinsam für eine barriereärmere Stadt einsetzen. Mit dem Aufkleberprojekt sollen insbesondere kleinere Hindernisse beseitigt und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen der Alltag erleichtert werden.

Auch Betroffene wie Julian Drodziol und Malin Babatz begrüßen die Initiative. Für sie ist die Aktion ein sehr hilfreicher Beitrag für alle Menschen, die Unterstützung im Alltag benötigen – ob Rollstuhlfahrer oder Senioren mit Rollator.“

Horst Kunz, Vorsitzender des Inklusionsbeirats des Landkreises Peine, sieht in der Aktion ein wichtiges Signal, um zu zeigen, dass „Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in den Geschäften willkommen sind“. Damit leiste der Aufkleber auch einen kleinen Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft und schaffe Aufmerksamkeit dafür, Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Die neuen Aufkleber können ab sofort kostenfrei bei Kathrin Bolte von Peine Marketing oder per E-Mail info@kaufmannsgilde-peine.de angefordert werden. Für Mitglieder der Kaufmannsgilde stehen zudem Funkklingeln ebenfalls kostenlos zur Verfügung, solange der Vorrat reicht. Auch Geschäftsinhaber, die bislang nicht Mitglied der Kaufmannsgilde sind, können sich beteiligen und die Initiative unterstützen.

Die Projektpartner hoffen, dass sich möglichst viele Einzelhändler anschließen und gemeinsam ein sichtbares Zeichen für mehr Barrierefreiheit und gegenseitige Unterstützung in der Peiner Innenstadt setzen.

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