Vöhrumer Straße in Telgte: Halteverbot gilt noch länger
Derzeit kein Parken auf dem rechten Fahrstreifen erlaubt – Grund ist erhöhtes Verkehrsaufkommen durch umliegende Baustellen

An der Vöhrumer Straße stehen Schilder, die auf das absolute Halteverbot hinweisen.Foto: Ralf Büchler
Telgte. Die Vöhrumer Straße ist die Ortsdurchfahrt von Telgte – und etwas anders als die meisten anderen Straßen: Denn Autofahrer nutzen den rechten der zwei Fahrstreifen über weite Strecke oft und gerne zum Parken. Derzeit ist das jedoch nicht erlaubt, denn die Stadt hat Halteverbotsschilder aufgestellt. Der Grund sind Baustellen in der umliegenden Region.

Neu sind die Schilder zwar an der Stelle nicht, doch die ursprüngliche Intention war eine andere. Die Halteverbotszonen – beidseitig an der Vöhrumer Straße – seien zunächst aufgrund der Vollsperrung der Bahngleise bis zum 13. Oktober befristet gewesen, erklärt Petra Neumann, Sprecherin der Stadtverwaltung. Der Bahnübergang „Schwicheldter Straße“ war wegen Arbeiten der Deutschen Bahn an der Sicherungstechnik gesperrt: „Sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner aus Vöhrum, die Richtung Peine, Berkum oder Rosenthal fahren wollten, mussten in der Zeit über die Vöhrumer Straße fahren“, erläutert Neumann.

Zeitgleich habe das Verkehrsaufkommen im Bereich B444/Fuhsering/Vöhrumer Straße zugenommen. Die Halteverbotszonen habe die Stadt deswegen angeordnet, um den Verkehrsfluss der betreffenden Straßen zu gewährleisten und in einem erträglichen Ausmaß zu halten.

Doch an die Sperrung des Bahnübergangs schloss sich nahtlos etwas anderes an: Am 14. Oktober begannen in der Nähe Bauarbeiten auf der L413 südlich von Hämelerwald, wofür eine Vollsperrung eingerichtet wurde. Die Umleitung führt unter anderem über den Fuhsering und die Vöhrumer Straße in Telgte. Parallel dazu finden Arbeiten auf der A2 zwischen Peine und Braunschweig statt, die auf der Autobahn zu Einschränkungen führen und zusätzlichen Umleitungsverkehr verursachen.

„Wegen der fortbestehenden Belastung ist es daher derzeit angezeigt, die Halteverbotszonen bis zum Abschluss der Maßnahmen zu belassen“, sagt Neumann. Zu beachten ist, dass es sich nicht nur um ein Park-, sondern tatsächlich um ein absolutes Halteverbot handelt. Was bedeutet, dass auch das kurze Halten, etwa zum Be- und Entladen, in dem Bereich nicht erlaubt ist. Erkennbar ist dies schon aus größerer Entfernung an dem Schild mit zwei roten Linien darauf, die ein Kreuz bilden. Beim Parkverbot, das eigentlich eingeschränktes Halteverbot heißt, ist es nur eine rote Linie.

Die derzeitigen Straßenbauarbeiten in und bei Hämelerwald auf der L413 sollen in vier Abschnitten durchgeführt werden. Vorgesehen ist, bis Ende der ersten Novemberwoche die ersten beiden Abschnitte abzuschließen. Voraussichtlich werden sich die weiteren Bauabschnitte zeitlich bis in das kommende Jahr erstrecken.

Auf der A2 lässt die Autobahn GmbH die Fahrbahndecke zwischen der Rastanlage Zweidorfer Holz und der Anschlussstelle Braunschweig-Watenbüttel erneuern. Die Hauptarbeiten in Fahrtrichtung Dortmund sollen bis Ende November dauern, anschließend ist die identische Maßnahme in Gegenrichtung geplant. Zwar stehen momentan noch drei Fahrstreifen zur Verfügung, jedoch mit veränderter Verkehrsführung. Voraussichtlich ab November werden es nur noch zwei Fahrstreifen in Richtung Dortmund sein.



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