Dadurch werden viele Angeboten ermöglicht, die Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten den Alltag erleichtern und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stärken. Dazu gehören unter anderem Deutschkurse, Gesprächskreise, Bewerbungstrainings sowie Begegnungsmöglichkeiten, die einen zwanglosen Austausch fördern. Ziel ist es, das Zusammengehörigkeitsgefühl in der multikulturellen Stadtgesellschaft zu stärken und ein besseres Miteinander zu schaffen.
Astrid Paus freute sich, „dass die erfolgreiche Integrationsarbeit der Stadt Salzgitter mit der Unterstützung durch die Fördermittel des Landes auch im kommenden Jahr noch einmal fortgesetzt werden kann“. Das Geld trage „zu einer guten Integration in den Quartieren bei und ermöglichen damit ein besseres Zusammenwachsen der multikulturell zusammengesetzten Stadtgesellschaft“.
Für Frank Klingebiel sind die Mittel aus dem Integrationsfonds seit 2017 dringend notwendig, „um uns Kommunen bei der Herkulesaufgabe der Integration zu unterstützen, aber ich mache auch keinen Hehl daraus, dass dieser Unterstützungsbedarf längst noch nicht vorbei ist und ich und die kommunale Familie uns wünschen, dass der Integrationsfonds weiter besteht“. Zahlreiche wirkungsvolle Projekte haben Stadt und Land gemeinsam auf den Weg gebracht, Projekte, die erfolgreich seien, aber für die man auch einen langen Atem brauche. „Der Unterstützungsbedarf ist nach wie vor da.“
Der Oberbürgermeister dankte dem Land Niedersachsen „für die erhebliche finanzielle Unterstützung von 38 Millionen Euro in den letzten acht Jahren“, kündigte aber auch an, zusammen mit dem Niedersächsischen Städtetag als kommunaler Spitzenverband „nicht müde“ zu werden, Bundes- und Landesmittel zur Förderung der Integrationsarbeit auch über 2026 hinaus einzufordern.
Der Bereich Schulsozialarbeit wird mit Mitteln aus dem Integrationsfonds in Höhe von rund 389.828,54 Euro gefördert. Die kommunale Schulsozialarbeit an Grundschulen und der IGS stellt für zahlreiche Familien mit Fluchthintergrund ein verlässliches und kontinuierliches Unterstützungsangebot. Ebenfalls unterstützt wird mit 608.978 Euro die präventive Arbeit des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) der Stadt Salzgitter.
Die Angebote im Bereich Streetwork und mobiler Jugendarbeit werden mit einer Förderung über 194.264,40 Euro verstetigt. Damit wird vornehmlich die Beziehungsarbeit mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung intensiviert. Ziel ist es, Zugänge zu den Jugendlichen zu finden, die von anderen Hilfs- und Unterstützungsangeboten nicht erreicht werden.
Auch die Diakonie im Braunschweiger Land gGmbH – Kreisstelle Salzgitter führt ein Projekt mit Unterstützung aus Mitteln des Integrationsfonds durch. Bewilligt wurden dafür rund 130.000 Euro. Es sollen damit Integrationsangebote im Stadtteiltreff „Start.Punkt.Salzgitter“ in Lebenstedt sowie in der Ost-und Westsiedlung in Salzgitter-Bad fortgesetzt werden. Das SOS-Mütterzentrum wird mit rund 63.600 Euro bei der Umsetzung niedrigschwelliger Projekte zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund gefördert.Ebenfalls gefördert wird der AWO – Kreisverband Salzgitter-Wolfenbüttel mit rund 83.200 Euro für ein Projekt zur Integration von Geflüchteten und Zugewanderten im Ortsteil Fredenberg sowie im Quartier Suthwiesenstraße. Für das Projekt „Kontorsarbeit, Wir sind Quartier“ wurden rund 154.100 Euro bewilligt. Im Zusammenhang mit den Auswirkungen des verstärkten Flüchtlingszuzuges erfordert die Soziale Arbeit vor Ort verstärkt die Nutzung von Ressourcen und Strukturen im Wohnquartier. Ziel ist die Gestaltung eines inklusiven Stadtteils durch Informieren, Koordinieren und Vernetzen. Zudem wird die Sprachförderung für Frauen mit Migrationshintergrund und Kindern in Kita oder Schule mit 56.332,80 Euro gefördert.