Meilenstein für die Kinderneurologie
Das Helios Klinikum eröffnet ein Sozialpädiatrisches Zentrum für die Region

Gemeinsam für Kinder und Familien da: Das Team des neuen Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) vereint medizinische, psychologische und therapeutische Kompetenz unter einem Dach.Foto: Helios Klinikum Hildesheim / Sabina Korkmaz 
Salzgitter. Mit der Eröffnung eines Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) setzt das Helios Klinikum Hildesheim ein deutliches Zeichen für medizinische Qualität, interdisziplinäre Zusammenarbeit und nachhaltige Verantwortung gegenüber Kindern mit neurologischen Erkrankungen und ihren Familien. Nur wenige Häuser innerhalb des Helios-Verbundes und bundesweit verfügen über ein solches spezialisiertes Zentrum. Umso größer ist die Bedeutung dieses Angebots für die Region.

Im Januar hat das Sozialpädiatrische Zentrum offiziell seinen Betrieb aufgenommen und das bestehende Leistungsspektrum des Klinikums um eine hochspezialisierte ambulante Versorgung für Kinder und Jugendliche mit chronisch neurologischen Erkrankungen sowie drohenden oder bestehenden Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten erweitert. Das neue SPZ ist räumlich an die bestehende Neuropädiatrie angebunden und steht unter der Leitung von Dr. Bernd Kruse, Leitender Oberarzt der Neuropädiatrie.

Ein interdisziplinäres Team aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologen, Therapeutinnen und Therapeuten sowie weiteren Fachkräften bietet eine umfassende Diagnostik und Betreuung aus einer Hand. Zum Leistungsspektrum gehören außer ärztlichen Untersuchungen und EEG-Diagnostik auch motorische, kognitive und verhaltensbezogene Testungen - etwa bei ADHS, AutismusSpektrum-Störungen, sprachlichen oder anderen Entwicklungsauffälligkeiten.

Darüber hinaus erhalten betroffene Familien gezielte Unterstützung bei sozialrechtlichen, therapeutischen und pädagogischen Fragestellungen. Ziel ist es, medizinische, therapeutische und soziale Aspekte eng miteinander zu verzahnen und Familien langfristig zu begleiten. Mit dem neuen Angebot schließt das SPZ eine seit Langem bestehende und zunehmend drängende. „Künftig können lange Wartezeiten sowie weite Anfahrtswege zu spezialisierten Einrichtungen vermieden werden. Das ist ein entscheidender Mehrwert für betroffene Familien“, betont Dr. Bernd Kruse und ergänzt: „Wir freuen uns sehr, dass sich unser langjähriges Engagement und Durchhaltevermögen bei der Zulassung dieser Einrichtung ausgezahlt haben.

Auch Geschäftsführer Sascha Kucera unterstreicht die besondere Tragweite der Neueröffnung: „Die geringe Anzahl an Sozialpädiatrischen Zentren verdeutlicht, wie anspruchsvoll diese Versorgungsform ist. Mit der Etablierung des SPZ stärken wir die medizinische Infrastruktur der Region nachhaltig.“

Druckansicht