Der Fernwärme-Ausbau wird spürbar
Die WEVG muss am Verkehrsknoten in der Konrad-Adenauer-Straß e eine neue Transportleitung legen

Ein Zukunftsprojekt für Salzgitter: Marco Wahry, Gülbahar Alakus-Neiseke, Jörn Frankenfeld, Michael Buntfusz, Torsten Fleige-Lütgering, Björn Köllmann, Frank Fedder, Michael Tacke, Arne Sicks und Daniel Plötz sprechen vor Ort über den Bau der Fernwärmeleitung über die Konrad-Adenauer-Straße.Foto: sz-pa/rk
Salzgitter. Die Wärmewende in Salzgitter nimmt weiter Fahrt auf. Und das bekommen vor allem die Menschen in Lebenstedt in den nächsten Monaten zu sehen und zu spüren. Denn um den Norden der Stadt zu versorgen, muss die WEVG eine neue Trasse bauen, die bei der Konrad-Adenauer-Straße einen der sensibelsten Verkehrsknoten kreuzt. Bis zum Start der nächsten Heizperiode Ende September soll alles fertig sein.

Zwei Jahre Vorbereitung liegen hinter dem geplanten Neubau einer 610 Meter langen Leitung, die von der Wärmestation im Meerweg durch den Stadtweg und die Swindonstraße führt und auch unter der Bahnstrecke zwischen Lebenstedt und Braunschweig verlegt wird. Los geht es Anfang März, aber von den Arbeiten in den ersten Wochen bleibt der Verkehr noch weitgehend verschont. Danach wird es knifflig, nicht nur weil die Konrad-Adenauer-Straße irgendwann ab Mai betroffen ist und die benachbarte Feuerwehrwache rund um die Uhr freie Bahn braucht, auch der Lieferverkehr zu den dort ansässigen Firmen und der McDrive für die Fast-Food-Kunden muss sichergestellt werden.

„Mit dem Neubau der Fernwärmeleitung investieren wir gezielt in die Zukunft der Wärmeversorgung in Salzgitter. Uns ist bewusst, dass wir in einem sensiblen Verkehrsbereich bauen – umso wichtiger ist die enge Abstimmung mit der Stadt und der Feuerwehr“, erläutert Daniel Plötz, technischer Geschäftsführer der WEVG. Während der Bauphase genießt die Feuerwehr höchste Priorität. „Für uns steht die Einsatzbereitschaft jederzeit an erster Stelle“, betont Feuerwehrchef Arne Sicks. Eine funktionierende Verkehrssteuerung sei dabei entscheidend.

Eine besondere technische Herausforderung stellt die Querung der Bahnstrecke dar. Dort werden drei Schutzrohre in bis zu sechs Metern Tiefe durch den Boden gepresst. „In zwei Rohren verlaufen künftig die Fernwärmeleitungen auf Gleitkufen, im dritten Rohr wird die Mittelspannungsverkabelung geführt,“ erläutert Björn Köllmann, Projektleiter der WEVG. Damit alles Hand in Hand geht, wurden alle Schritte von den beteiligten Behörden und Firmen aufeinander abgestimmt. Auch die Stadtverwaltung weiß um die schwierige Gemengelage, ein Zurück gibt es aber nicht. Salzgitters Baudezernent Michael Tacke erinnert an die zentrale Bedeutung des Projektes. „Die Transformation unserer Wärmeversorgung ist ein zentrales Zukunftsthema für Salzgitter. Der Ausbau der Fernwärme ist dabei ein wesentlicher Bestandteil. Gleichzeitig tragen wir die Verantwortung für einen funktionierenden Verkehrsfluss.“

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