Die Zerstörung der Klöster
Salzgitters Geschichtsverein befasst sich mit dem Bauernkrieg und den Folgen

Erst Vortrag, dann Tagesfahrt: Der Geschichtsverein will am 29. August das Kloster Wendhusen besichtigen. Foto: privat 
Salzgitter. Der Geschichtsverein Salzgitter lädt seine Mitglieder sowie Interessierte zu einem Vortrag mit Dr. Gerrit Deutschländer aus Halle ein. Er spricht unter dem Titel „Himmelstür in Flammen“ über die Plünderungen der Klöster Kaltenborn und Himmelpforte am Harz im Bauernkrieg. Los geht es am Dienstag, 14. April, um 18:30 Uhr in der Alten Feuerwache in Lebenstedt, Wehrstraße 27. Der Vortrag ist öffentlich und kostenlos.

Im Zuge des Bauernkriegs wurden zwischen den Alpen und dem Harz zahlreiche Klöster von Aufständischen geplündert. Betroffen waren auch das Augustiner-Eremiten-Kloster Himmelpforte bei Wernigerode und das Augustiner-Chorherren-Stift Kaltenborn bei Sangerhausen. Beide wurden wenige Jahre später aufgegeben. Ihre Reste verschwanden im Laufe der Zeit fast völlig. An den wüsten Klosterstätten fanden von 2023 bis 2025 archäologische Untersuchungen statt. Im Vortrag wird versucht, die archäologischen Funde und Befunde mit der schriftlichen Überlieferung in Verbindung zu bringen und die Frage zu klären, ob die Angriffe auf diese Klöster aus wirtschaftlicher Not oder im Eifer eines Bildersturmes erfolgten.

Der Vortrag dient als Vorbereitung auf die Tagesfahrt in den Nordharz, die der Geschichtsverein Salzgitter am 29. August plant und die allen Interessierten offen steht. Thematisch wird es um das Frauenstift Gernrode gehen - quasi den älteren Bruder, Kloster Wendhusen. Während das im Bauernkrieg 1525 gestürmt, geplündert und zum Teil niedergebrannt wurde, hatte sich das Frauenstift Gernrode bereits 1521 der Lehre Luthers angeschlossen und entging einer Zerstörung. Es werden die Stiftskirche Gernrode, das Kloster Wendhusen und das Uhrenmuseum Gernrode besichtigt. Interessenten können eine E-Mail senden an info@geschichtsvereinsalzgitter.de.

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