Ein zentraler Bestandteil ist die Neugestaltung der Uferbereiche am Ostufer entlang der Strandseite. Seit März 2026 werden dort abschnittsweise niedrige Wildrosenhecken gepflanzt. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die bislang für Gänse besonders attraktiven Bedingungen gezielt einzuschränken.
Die neu angelegten Hecken bestehen aus der weißen Dünenrose sowie der Apfelrose in roten und weißen Varianten. Mit einer Wuchshöhe von etwa 80 Zentimetern dienen sie sowohl als Sicht- als auch als Zugangshindernis für die Tiere. Dadurch wird verhindert, dass Gänse freien Blick auf das Wasser haben und sich bevorzugt in diesen Bereichen aufhalten.
Die Bepflanzung erfolgt in Abschnitten von jeweils 40 bis 50 Metern Länge. Zwischen den einzelnen Heckenstreifen bleiben rund 2,5 Meter breite Durchgänge erhalten für Besucherinnen und Besucher. Mit dieser Maßnahme verfolgt die Stadt einen nachhaltigen Ansatz: Statt auf kurzfristige Vergrämung setzt sie auf eine langfristige Veränderung der Lebensraumbedingungen. Ziel ist es, die Gänsepopulation behutsam zu lenken und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung am Salzgittersee zu verbessern.
Die Umsetzung ist Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets, mit dem die Stadt auf die zunehmende Nutzungskonkurrenz zwischen Mensch und Tier reagiert und eine ausgewogene Lösung für alle Beteiligten anstrebt.