Los geht es am Tor 1 der SZFG mit einem Schweigemarsch über die Hochstraße auf dem Werksgelände zum ehemaligen Appellplatz vor der heutigen Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte. Christine Seemann, Betriebsrätin der SZFG, wird die Veranstaltung eröffnen. Im Anschluss präsentieren Auszubildende der SZFG ihre Projektergebnisse zum Thema „Diskriminierung und Verfolgung – Haftkategorien im KZ“. Sie haben sich im Rahmen eines Wochenseminars in der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. Die Ergebnisse werden nach der Veranstaltung für Besucherinnen und Besucher ausgestellt.
Die Hauptrede hält Birgit Dietze, Konzernarbeitsdirektorin der Salzgitter AG. Mit der anschließenden Kranzniederlegung wird der Opfer und Überlebenden des nationalsozialistischen Terrors sowie der Befreiung der Stadt Salzgitter gedacht. Musikalisch begleitet wird die Gedenkstunde vom Trio Elisar. Im Anschluss an die Veranstaltung sind sowohl die Ausstellung der Auszubildenden als auch die Gedenkstätte für Besucherinnen und Besucher geöffnet.
Am 18. Oktober 1942 erreichten die ersten 50 Häftlinge das KZ Drütte, das unter einer Hochstraße auf dem Gelände der Reichswerke „Hermann Göring“ eingerichtet wurde. Es war eines der ersten und größten Außenlager des KZ Neuengamme. Die Häftlinge wurden zur Arbeit in der Rüstungsproduktion gezwungen. 1944 entstanden im Salzgittergebiet drei weitere KZ-Außenlager. Mehr als 1.000 Häftlinge starben an Unterernährung, Krankheiten, durch Arbeitsunfälle oder Exekutionen. Am 7. April 1945 räumte die SS die drei noch bestehenden Lager, die KZ Drütte, Watenstedt/Leinde und Salzgitter-Bad.