Daher möchte die Polizei laut Sprecher Matthias Pintak „die Bevölkerung sensibilisieren, aufklären und durch gezielte Präventionstipps schützen“. Die Täter agieren demnach häufig durch Ablenkungsmanöver, beispielsweise fragen sie nach dem Weg oder bitten darum ihnen Geld zu wechseln. Dadurch erkennen sie, „wo die Geschädigten ihre Wertsachen verwahren“. Eine andere Masche sei das absichtliche Anrempeln, damit Mittäter gezielt den Diebstahl begehen können. Körperliche Nähe zum Opfer werde in Warteschlangen oder engen Gängen gesucht, um so leichte Beute machen zu können. In mehreren Fällen hätten Kriminelle unbemerkt Geldbörsen, Bargeld oder Dokumente entwendet. Es sei ein zum Teil beachtlicher Schaden entstanden.
Um sich wirksam vor Taschendiebstahl zu schützen, empfiehlt Matthias Pintak folgende Maßnahmen: „Es sollte nur so viel Bargeld und elektronische Zahlungsmittel mitgenommen werden, wie für den Einkauf benötigt wird. Bargeld und Wertsachen sollten immer in verschlossenen Innentaschen der Kleidung aufbewahrt werden - idealerweise verteilt auf verschiedene Taschen. Hand- und Umhängetaschen sollten immer körpernah mit dem Verschluss zum Körper getragen und niemals unbeaufsichtigt im Einkaufswagen oder auch an Rollatoren gelassen werden.
Außerdem: „Bankkarte und Pin dürfen niemals zusammen aufbewahrt werden. Wer die PIN aufschreiben muss, sollte sicherstellen, dass sie von Fremden nicht gelesen werden kann.“ Bei Verlust oder Diebstahl sollte sofort der Sperrnotruf unter 116 116 angerufen werden - die Polizei empfiehlt, auch Anzeige zu erstatten oder sich unter 110 Rat und Hilfe bei der Wache zu holen.