Radschnellweg keine Autobahn
Verbindung zwischen Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel geplant

Auf der Suche nach dem besten Radschnellweg: An Dialogstationen beraten die Gäste über die vorgeschlagenen Trassen. Foto: Büro KoRiS
Salzgitter. Die Planungen für einen Radschnellweg zwischen dem Europaplatz in Braunschweig, dem VW-Werk in Thiede sowie dem Schlossplatz in Wolfenbüttel rollen voran. In der Realschule Thiede richtete der Regionalverband Großraum Braunschweig (RGB) einen zweiten Bürgerworkshop an. Dessen Vertreter Roland Böttcher warnte davor, Radschnellwege mit Autobahnen zu vergleichen. Es gehe hier nicht um Geschwindigkeit, sondern um die Reisezeit. Dafür brauche es Strecken von hoher Qualität. Wenn die Fahrtzeit von Tür zu Tür mit dem Rad auf nahräumigen Verbindungen annähernd so gering sei wie mit dem Auto, dann könne die Verkehrswende gelingen. Er untermauerte dies anhand diverser Praxisbeispiele, unter anderem aus Wolfsburg.

Projektleiter Thomas Pfeiffer vom Braunschweiger Ingenieurbüro BPR erläuterten die drei verbliebenen Hauptvarianten und die Herangehensweise bei der Auswahl. Im Frühjahr 2025 kamen mehr als 300 Ideen, Anregungen und Hinweise zusammen. Die Zahl der Vorschläge lag weit über der erwarteten Zahl, die Planer bewerteten diese nach umweltfachlichen und verkehrlichen Kriterien.

  Die Teilnehmenden des Workshops berieten an mehreren Dialogstationen über die Hauptvarianten, gaben Hinweise zu örtlichen Begebenheiten und überlegten gemeinsam, wie eine Lösung aussehen könnte. Zentrale Punkte waren die Themen Verkehrssicherheit und Knotenpunktgestaltung, wie zum Beispiel die Querung der Bundesstraße 248 im Bereich der Friedrichshöhe bei Thiede. Ziel des Workshops war, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Auswahl der Vorzugsvariante vorzubereiten.

  Sebastian Vogt von der Stadt Salzgitter gab abschließend einen Ausblick auf die nun anstehende Arbeitsphase zur Erarbeitung der finalen Vorzugsvariante. Diese soll bei einem zentralen Termin im Winter öffentlich vorgestellt werden. Danach ist geplant, sie den zuständigen politischen Gremien der Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel zur Beratung und Abstimmung vorzulegen.

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