Lebensmittel gehören nicht in die Tonne Im Haus der Familie in Lebenstedt lädt ein „Fairteiler“ die Menschen zum Mitmachen ein
Arbeiten zusammen gegen die Lebensmittelverschwendung: Jürgen Selke-Witzel (kath. Kirche), C. Höft und Jana Giese (beide foodsharing), Helene Müller und Andreas Janizki (Caritasverband), J. Tschaban (foodsharing), Tanja Haßdenteufel und Stefanie Temborius (beide Fabi SZ) kümmern sich um den „Fairteiler“ in Lebenstedt.FOTO: PRIVAT
Salzgitter. Mit dem gemeinsamen Projekt „Fairteiler“ wollen mehrere katholische Institutionen in Salzgitter ein Zeichen setzen, Lebensmittel mehr wert zu schätzen als es in der heutigen Überflussgesellschaft oft der Fall ist. Mit der Eröffnung im „Haus der Familie“ in der Salderschen Straße 3 haben sie in Lebenstedt einen Ort geschaffen, damit gute Nahrungsmittel nicht in der Tonne landen. Alle Einwohner und Einwohnerinnen sind eingeladen, sich aktiv dafür einzusetzen und mitzumachen. „Der Fairteiler bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, überschüssige, aber noch einwandfreie Lebensmittel kostenlos abzugeben oder mitzunehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Projekt wird gemeinsam realisiert von der Katholischen Familien-Bildungsstätte, dem Caritasverband Salzgitter, der Katholischen Kirche Salzgitter sowie der Initiative foodsharing. „Ziel ist es, Lebensmittel vor der Entsorgung zu bewahren, Ressourcen zu schonen und das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln zu stärken.“ Jährlich werden in Deutschland Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, obwohl ein erheblicher Teil davon noch verzehrfähig ist. Fairteiler will einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Sie schaffen einen Zugang zur Lebensmittelrettung und fördern gleichzeitig den Gedanken des Teilens innerhalb der Gemeinschaft. Die Institutionen laden alle Interessierten dazu ein, den Fairteiler zu besuchen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Einkommen dürfen hier Lebensmittel geteilt und kostenfrei mitgenommen werden. Im Mittelpunkt steht die Wertschätzung von Lebensmitteln und der verantwortungsvolle Umgang mit vorhandenen Ressourcen. „Mit dem neuen Fairteiler schaffen wir einen Ort, an dem Nachhaltigkeit ganz praktisch gelebt werden kann. Jeder gerettete Apfel, jedes Brot und jedes Gemüse zählt“, erklären die Projektbeteiligten. Die Organisationen freuen sich über die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens und hoffen auf eine rege Nutzung durch die Bevölkerung. Der „Fairteiler“ im „Haus der Familie“ steht allen Interessierten offen und soll langfristig dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung in Salzgitter zu reduzieren und das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln zu stärken. Öffnungszeiten sind montags von 9 bis 16 Uhr, dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils von 9 bis 18 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr.