Im Rahmen der Wärmetransformation in Lebenstedt werden die Heizwerke schrittweise an das Fernwärmenetz angeschlossen und die bisher eingesetzten fossilen Anlagen ausgebaut. Doch wohin damit, wann die alten Kessel noch funktionieren. Die WEVG hat laut eigenen Angaben nach einer Möglichkeit gesucht, sie weiter sinnvoll verwenden zu können. „Dass daraus konkrete Hilfe für Menschen in der Ukraine entstehen kann, und das noch vor der Winterzeit, freut uns besonders“, sagt Matthias Giffhorn, Bereichsleiter der WEVG.
Insgesamt werden acht Anlagen weitergegeben. Dazu gehören Kessel mit Leistungen zwischen 490 und 1.750 Kilowatt. Die WEVG baut ihre Fernwärme-Infrastruktur weiter aus und schließt im Rahmen des SALWE-Projektes weitere Stationen an das Fernwärmenetz an.
Bei der Umsetzung arbeiten mehrere Partner Hand in Hand: Die Firmen Plagemann und Daume bauen die Anlagen ab, der Verein kümmert sich um den Transport in die Ukraine. „Eine solche Aktion funktioniert nur, wenn viele Beteiligte gemeinsam anpacken. Wir freuen uns, dass die WEVG die Weiterverwendung der Anlagen ermöglicht und auch ihre Dienstleister die Aktion unterstützen“, sagt Igor Piroschik von Freie Ukraine Braunschweig, „wir werden mit den Kesselanlagen beispielsweise Schulen, soziale Einrichtungen und Wohnquartieren in Kyjiw und Odesa Wärme für die kommende Winterzeit und hoffentlich noch viel länger darüber hinaus sichern können.“