Wärmeumbau mit sozialem Mehrwert
Die WEVG gibt acht funktionstüchtige Kesselanlagen weiter an den Verein Freie Ukraine Braunschweig

Die alten Brennkessel werden weiter genutzt: Die WEVG-Geschäftsführer Rainer Krause und Daniel Plötz übergeben zusammen mit den WEVG-Bereichsleitern Björn Köllmann und Matthias Giffhorn die Anlagen an Vertreter aus dem Hilfsverein für die Ukraine und den beteiligten Firmen.Foto: sz-pa/rk
Salzgitter. Was bei der WEVG im Zuge des Umbaus der Wärmeversorgung nicht mehr benötigt wird, kann an anderer Stelle noch wertvolle Dienste leisten. Das Unternehmen teilt mit, mehrere ausgebaute Kesselanlagen aus Salzgitter im Rahmen einer Hilfsaktion in die Ukraine bringen zu lassen. Die WEVG hat die Weitergabe initiiert und arbeitet dabei mit ihren Dienstleistern sowie mit dem Verein Freie Ukraine Braunschweig zusammen.

Im Rahmen der Wärmetransformation in Lebenstedt werden die Heizwerke schrittweise an das Fernwärmenetz angeschlossen und die bisher eingesetzten fossilen Anlagen ausgebaut. Doch wohin damit, wann die alten Kessel noch funktionieren. Die WEVG hat laut eigenen Angaben nach einer Möglichkeit gesucht, sie weiter sinnvoll verwenden zu können. „Dass daraus konkrete Hilfe für Menschen in der Ukraine entstehen kann, und das noch vor der Winterzeit, freut uns besonders“, sagt Matthias Giffhorn, Bereichsleiter der WEVG.

Insgesamt werden acht Anlagen weitergegeben. Dazu gehören Kessel mit Leistungen zwischen 490 und 1.750 Kilowatt. Die WEVG baut ihre Fernwärme-Infrastruktur weiter aus und schließt im Rahmen des SALWE-Projektes weitere Stationen an das Fernwärmenetz an.

Bei der Umsetzung arbeiten mehrere Partner Hand in Hand: Die Firmen Plagemann und Daume bauen die Anlagen ab, der Verein kümmert sich um den Transport in die Ukraine. „Eine solche Aktion funktioniert nur, wenn viele Beteiligte gemeinsam anpacken. Wir freuen uns, dass die WEVG die Weiterverwendung der Anlagen ermöglicht und auch ihre Dienstleister die Aktion unterstützen“, sagt Igor Piroschik von Freie Ukraine Braunschweig, „wir werden mit den Kesselanlagen beispielsweise Schulen, soziale Einrichtungen und Wohnquartieren in Kyjiw und Odesa Wärme für die kommende Winterzeit und hoffentlich noch viel länger darüber hinaus sichern können.“

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