Dabei sind die Arbeiten am ersten Bauabschnitt, die im August vorigen Jahres begonnen hatten und eigentlich bis Oktober dauern sollten, immer noch nicht abgeschlossen. Wenigstens konnte die Stadt den Straßenverkehr kurz vor Weihnachten wieder freigeben. Seitdem laufen noch Restarbeiten an den sogenannten Nebenanlagen, also den Geh- und Radwegen rund um den Kreisel und jene etwa 50 Meter Strecke entlang der Hamburger Straße bis zur Einmündung Zur Laage.
Auf diese Arbeiten kommt es jetzt auch noch an, was den Start für den nächsten Bauabschnitt betrifft, so Stadt-Sprecherin Annette Siemer: „Der Baustart ist für die 13. Kalenderwoche vorgesehen – vorausgesetzt, dass die Restarbeiten des ersten Bauabschnitts störungsfrei abgeschlossen werden können."
Und was kommt dann auf den Verkehr zu? Die Stadt sperrt den Abschnitt zwischen Robinienweg und der südlichen Zufahrt zur HEM-Tankstelle voll. „Die Anlieger haben freie Zufahrt“, so Siemer. Der Kreisverkehr bleibt in drei Richtungen frei: Bruno-Kuhn-Straße, Campus und nördliche Hamburger Straße. Die offizielle Umleitung ist von der Vollsperrung des ersten Bauabschnitts noch bekannt: über die B4 und Zum Luisenhof. Inoffiziell wird sich der Verkehr aber wohl wieder seine Schleichrouten suchen und finden.
Selbst wenn der zweite Bauabschnitt zu den Sommerferien fertig werden sollte, bleibt die Hamburger Straße wohl das ganze Jahr über ein Thema. Denn noch 2025 soll sich der dritte Bauabschnitt zwischen Robinienweg und Christinenstift-Kreuzung anschließen. Der Tiefbau-Fachbereich will laut Siemer den Ausbauplanbeschluss für den dritten Abschnitt im Mai herbeiführen, so dass die Ausschreibung der Arbeiten im Sommer erfolgen kann. Die Stadt rechnet aktuell mit einem Baubeginn im September.
Und auch das wird nicht das Ende der Bauarbeiten in dem Bereich sein. Denn nach der Hamburger Straße kommen Christinenstift-Kreuzung und Lüneburger Straße bis Einmündung Konrad-Adenauer-Straße mit umfangreichen Umbauten dran. Dazu will die Stadt in Kürze Verkehrssimulationen zur Optimierung der Leistungsfähigkeit vornehmen, teilte Siemer weiter mit. Daran werden sich ihr zufolge Abstimmungen mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Trägerin der B188 anschließen. Unter anderem ist geplant, der Rechtsabbiegespur aus Richtung Meinersen kommend stadteinwärts eine Ampel zu verpassen. Das hängt auch mit einer wesentlichen Änderung in der Fahrbahnstruktur der Lüneburger Straße zusammen.
Die Umgestaltung der Lüneburger Straße könnte noch zum heißen Eisen in Gifhorn werden: Dort plant die Stadt nämlich den Entfall einer der beiden Fahrbahnen stadteinwärts, um auf beiden Seiten mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.