Die Bau-Gewerkschaft will damit den Wohnungsbau in den Fokus rücken – den Neubau genauso wie die Sanierung älterer Gebäude: „Damit da im Kreis Gifhorn mehr passiert, muss die neue Bundesregierung für den Wohnungsbau eine Offensive starten“, sagt Dieter Großmann. Der Vorsitzende der IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen warnt CDU/CSU und SPD davor, den Wohnungsbau bei den Koalitionsverhandlungen zu vernachlässigen und appelliert an die CDU und SPD im Kreis Gifhorn, deutliche Signale nach Berlin zu senden: „Wohnen ist das A und O für die Menschen. Wohnungsnot und Miet-Explosionen sind für viele Menschen ein massives Problem“, so Großmann.
Diese Botschaft müsse dringend „vom Kreis Gifhorn aus an den Tisch der Koalitionsverhandlungen gefunkt werden“. Immerhin gehe es auch um den Neubau von Wohnungen im Kreis Gifhorn, ebenso wie um die Energiespar-Sanierung alter Wohngebäude. Insgesamt gibt es im Landkreis Gifhorn nach Angaben des Pestel-Instituts rund 41.800 Wohnungen, die vor 1980 gebaut wurden. „Gerade von diesen Wohnungen, die 45 Jahre und älter sind, brauchen die meisten eine Sanierung: Es geht darum, deutlich mehr Wohnungen altersgerecht zu machen“, sagt Großmann. Dabei komme es auf Badsanierungen an – denn bei Seniorenwohnungen seien vor allem Duschen ohne Schwellen wichtig, außerdem gehe es um breite Türen“, sagt Großmann.
Die IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen appelliert außerdem an die neuen Koalitionäre in Berlin, „mehr Menschen im Kreis Gifhorn endlich wieder eine Chance auf Wohneigentum“ zu geben. „Wer heute ein Durchschnittseinkommen hat, kann vom eigenen Einfamilienhaus, vom Reihenhaus oder von einer Eigentumswohnung nur träumen. Das muss sich ändern“, fordert Großmann.
„Es ist höchste Zeit, dass wieder mehr Wohnungen gebaut werden“, so Großmann. Als bundesweite Zielmarke nennt die IG BAU 100.000 neu gebaute Sozialwohnungen und 60.000 neue bezahlbare Wohnungen pro Jahr.