Die Ermittlungen führten zu einem Bekannten der Frau, bei dem sie sich zuvor aufgehalten haben soll. Er sei auch derjenige, der für die schweren Verletzungen verantwortlich sei.
Nach Angaben von Christina Wotschke von der Staatsanwaltschaft Hildesheim wurde bei der Frau unter anderem „eine Rippenserienfraktur“ festgestellt. Nach Angaben der 40-Jährigen soll der mutmaßliche Täter „zwischendurch ein Glas benutzt haben, sodass sie auch Schnittverletzungen davontrug“.
Beamte fuhren zur Adresse des Verdächtigen und nahmen ihn vorläufig fest. Wie Wotsche auf Anfrage weiter mitteilte, gründet sich die Festnahme ausschließlich auf den Angaben der Frau. Weitere Zeugen für die Tat gebe es nicht. Es soll sich auch keine weitere Person in der Wohnung des Beschuldigten befunden haben.
Gegen den 43-Jährigen läuft jetzt ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung. Die umfangreichen Ermittlungen wurden am Sonntagnachmittag vom Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Gifhorn übernommen.
Einem Untersuchungshaftbefehl, den die Staatsanwaltschaft Hildesheim am Montag beantragte, gab der zuständige Amtsrichter aus Gifhorn statt. Der Tatverdächtige sitzt jetzt in U-Haft. Diese sei wegen der „Fluchtgefahr aufgrund der Höhe der zu erwartenden Strafe“ angeordnet worden, so Wotschke. Es bestehe dringender Tatverdacht. Binnen sechs Monaten müsse ein Gerichtsverfahren eingeleitete werden. Bis dahin würde regelmäßig geprüft, ob der Haftgrund noch Bestand habe.