In den vergangenen Wochen habe ihn die Frage nach der erneuten Kandidatur nahezu täglich erreicht. Das ist für mich ein großer Vertrauensbeweis", betonte Nerlich. Entsprechend nahe läge demnach seine Entscheidung, erneut zu kandidieren: „Ich habe Bock auf Gifhorn“, verkündete er. Die Stadt sei „fantastisch“, groß genug, um etwas zu bewegen, aber klein genug für persönliche Begegnungen. Gifhorn sei für ihn Heimat und Herzensangelegenheit zugleich.
Für eine mögliche neue Amtszeit formulierte Nerlich bereits erste Ziele. Besonders wichtig sei ihm dabei die Bildung von Kindern und Jugendlichen. Vor allem angesichts der gestiegenen Leseschwäche. Dort müsse die Stadt stärker unterstützen. Aber auch auf wirtschaftliche Themen ging er ein: Arbeitsplätze sichern, Unternehmen stärken und Antworten auf den Fachkräftemangel finden. „Wir sollten für alle Unternehmen da sein, um Arbeitsplätze bei uns zu schaffen und dafür zu sorgen, dass sie bleiben“, so Nerlich. Zusätzlich hob er die enorme Bedeutung des Ehrenamts vor: Vereine seien prägend für die Lebensqualität, bräuchten aber mehr Unterstützung.
Auch die Diskussion rund um das Mühlenmuseum ließ er nicht unerwähnt. „Ich finde es auch heute noch richtig, dass wir dieses Museum gekauft haben“, betonte er. Dass es Probleme gebe, räumte Nerlich ein, dennoch hätten Gastronomie und Veranstaltungen bereits für mehr Leben gesorgt. Nun gehe es darum, das Museum langfristig als „Leuchtturm“ für Gifhorn weiterzuentwickeln.