Hintergrund ist, dass die Bahn einen bei Radfahrern und Landwirten beliebten - und benötigten - unbeschrankten Bahnübergang an der Verlängerung der Straße Klein England schließen will. Über den Übergang südlich von Wahrenholz gelangen die Nutzenden unter anderem zur K103 - oder umgekehrt von der Kreisstraße zum Feldweg oder zu Flächen. Für Landwirte würde dessen Aufhebung erhebliche Umwege bedeuten. Deshalb ist Pieper seit dreieinhalb Jahren mit der Bahn im Gespräch.
So kamen beide Seiten auf die Lösung, die Verlängerung der Straße Klein England bis zur K103 östlich des Bahnübergangs fortzuführen. Für Radfahrer aus Richtung Neudorf-Platendorf kommend würde es bedeuten, die Kreisstraße schon vor dem Bahnübergang verlassen zu können und über den Feldweg bis nach Wahrenholz zu radeln. Ebenso könnten Landwirte aus der Gegend ihre Flächen bei Wahrenholz darüber erreichen, statt erst über die K103 bis nach Wahrenholz rein und dann über Klein England kilometerweit zurückfahren zu müssen.
Grundstückskäufe und -tausche seien erfolgt, so Pieper. Doch einen Knackpunkt gibt es noch: Der Weg führt durch ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet. „Aktuell werden noch unterschiedliche Einflüsse auf die Umwelt untersucht, da in dem Bereich drei Naturschutzgebiete liegen“, teilte eine Bahnsprecherin auf Nachfrage mit. „Sobald diese abgeschlossen sind, werden die Unterlagen zwecks Genehmigungsplanung beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) eingereicht.“
So lange bleibt wohl auch der unbeschrankte Bahnübergang offen. Mit Beginn der Bauarbeiten im Frühjahr 2028 soll er laut Bahnsprecherin geschlossen werden.
Es ist nicht die einzige Verzögerung bei der Aufgabe von unbeschrankten Bahnübergängen auf der Strecke. Der gefährliche am Triftweg in Isenbüttel soll geschlossen werden, sobald auch dort eine neue Straße zwischen der Siedlung Försterkamp und der L292 als Alternative erstellt wird. Im Oktober 2027 soll es soweit sein.