Bäckerei Leifert schließt eine weitere Filiale
Standort in Wolfsburger Nordstadt: Mietvertrag im Penny-Markt wird nicht verlängert

Auch die Leifert-Filiale in der Teichbreite in der Wolfsburger Nordstadt schließt.Foto: Normen Scholz
Gifhorn/Wolfsburg. Nicht nur die Filiale im Vorsfelder Rewe-Markt gibt die Bäckerei Leifert auf: Geschäftsführer Nils Leifert bestätigt, dass auch der Standort in der Wolfsburger Nordstadt im Penny-Markt an der Drömlingstraße zum Monatsende schließen soll.

„Genau wie die Filiale in Vorsfelde hat sich auch die in der Drömlingstraße wirtschaftlich nicht gerechnet“, erläutert der 32-Jährige. „Der Mietvertrag läuft aus, wir haben uns gegen eine Verlängerung entschieden.“ Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei eine Weiterbeschäftigung an einem anderen Standort angeboten worden. „Nicht alle haben davon Gebrauch gemacht, ein paar werden uns verlassen“, sagt Nils Leifert. Die Löhne der Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld gesichert.

Im September 2025 hatte das Gifhorner Traditionsunternehmen Leifert mit rund 30 Filialen und etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Insolvenz angemeldet. Es läuft eine Sanierung in Eigenverantwortung. Die Presseagentur Relatio PR, die für Leifert die Kommunikation übernommen hat, teilte im Februar mit, dass im Zuge der Sanierung bereits konkrete Maßnahmen umgesetzt worden seien, um die Strukturen an die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. „Dazu zählen die Optimierung von Prozessen, die Überprüfung und Beendigung nicht mehr wirtschaftlicher Verträge sowie die Schließung einzelner, nicht rentabler Filialen“, führte die Agentur an.

Offen blieb jedoch, um welche Filialen es sich handeln könnte. Das ist nun geklärt: Die Standorte in Vorsfelde an der Wolfsburger Drömlingstraße sowie die Filiale am Calberlaher Damm in Gifhorn schließen zum 30. April. Bei der Gifhorner Filiale war der „sehr schlechte bauliche Zustand des Gebäudes dabei ausschlaggebend“, wie Nils Leifert bereits im Februar erklärte.

Insgesamt sieht der Geschäftsführer das Traditionsunternehmen auf einem zukunftsfähigen Kurs: „Es sieht gut aus, wir verfolgen den Plan weiterhin.“ Er sei zuversichtlich, die Sanierung in Eigenverantwortung bis zum Herbst erfolgreich abgeschlossen zu haben. „Weitere Filialschließungen sind aktuell nicht geplant“, sagt Nils Leifert.

Zu Beginn des Verfahrens hatte der 32-Jährige erklärt: „Die Eigenverwaltung bietet uns den notwendigen rechtlichen Rahmen, um die Sanierung gezielt im laufenden Betrieb umzusetzen.“ Gemeinsam mit allen Beteiligten werde daran gearbeitet, das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und das Verfahren innerhalb eines Jahres abzuschließen.

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