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richtet von erheblichen Kosten-Problemen. Die Betriebskosten seien in den vergangenen Jahren wegen Personal-, Infrastruktur- und Servicekosten rund zehn Prozent pro Jahr angestiegen.
„Ein Beispiel für aktuelle Kostensteigerungen sind die Kosten für Kerosin, die seit Beginn des Irankrieges um 60 Prozent gestiegen sind“, sagt ADAC-Sprecher Alexander Machowetz. „Das allein summiert sich bei der ADAC Luftrettung auf mehrere Millionen Euro an Mehrkosten pro Jahr.“
Eine Flugstunde mit Christoph 30 oder Christoph 4 zum Beispiel, das sind die leichten Eurocopter von Airbus, koste aktuell 200 Euro, die größeren Modelle kämen auf 300 Euro, so Machowetz. Warum schlagen ADAC und andere Luftrettungs-Betreiber jetzt Alarm? Die eigentliche Ursache betreffe die Refinanzierung der Kosten: „Nach dem Reformgesetz soll die Vergütung für die Leistungserbringer gedeckelt werden - das betrifft auch die Luftrettung.“
Dann würde sich die Vergütung „an der sogenannten Grundlohnrate, das ist die Summe der beitragspflichtigen Einnahmen aller Krankenkassenmitglieder“, orientieren, erläutert Machowetz. Die Konsequenz aus Sicht der ADAC-Luftrettung daraus: „Wenn die Bundesregierung vor diesem Hintergrund die Vergütungen für Luftrettung reduziert, müssen perspektivisch Leistungen gestrichen werden. Das bedeutet im Endeffekt, dass es tatsächlich auch Vorgaben geben müsste, wer nicht mehr gerettet wird.“
Die Luftretter befürchten, dass die Kosten bei ihnen hängen bleiben. Sie arbeiteten gemeinwohlorientiert und finanzieren sich zum Teil aus Spenden, sagt Machowetz. Sie hätten keine Möglichkeit, Kosten auszugleichen. „Das bedeutet, sie sind gezwungen, Leistungen zu reduzieren.“