Moneglia: Warum der Küstenort einesder schönsten Dörfer in Italien ist
Café bietet ausgezeichnetes Frühstück und regionale Spezialitäten

Trofie al pesto ist ein Traditionsgericht in Ligurien.Foto: imago images/imagebroker
G anz in der Nähe der berühmten Cinque Terre in Italien findest du ein malerisches Dorf, das ganz ohne Massentourismus auskommt und sogar offiziell zu den schönsten Dörfern Italiens gehört.che Geschichte zurück

Etwa 50 Kilometer südöstlich von Genua entfernt liegt der charmante Küstenort Moneglia an der Riviera di Levante. Mit gerade einmal knapp 3000 Einheimischen ist es eine recht ruhige Gemeinde.

Die Schönheit wurde dem Ort schon offiziell bestätigt, er ist nämlich Teil der „Borghi più belli d’Italia“, der schönsten Dörfer Italiens.

Moneglia liegt in einer weiten Bucht zwischen zwei mediterranen Landzungen: der wilden und nur zu Fuß erreichbaren Punta Moneglia und Punta Rospo im Osten. Per Regionalbahn erreichst du von hier aus die Cinque Terre mit der Regionalbahn in nur fünf Minuten. Damit sind die malerischen fünf Nachbargemeinden an der schroffen italienischen Riviera gemeint, die unter diesem Namen zusammengefasst werden.

Was du in Moneglia nicht verpassen solltest

Ein Highlight von Moneglia ist der lange und breite Sandstrand direkt vor der Altstadt. Es gibt wohl kaum einen besseren Ort als die Promenade, um morgens seinen ersten Espresso zu trinken. Gleich danach kannst du mit einem Spaziergang durch die Altstadt weitermachen, bevor es zu heiß und der Strand zu verlockend wird.

Entlang der urigen Gassen reihen sich die pastellfarbenen Häuser dicht aneinander und du findest hier allerhand Geschäfte, Cafés und Bäckereien. Besonders schön ist die Kirche San Giorgio. Da sie etwas erhöht liegt, hast du hier gleich noch einen tollen Blick über die Bucht.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört die Chiesa di San Giorgio, die 1396 von Benediktinern erbaut wurde und unter anderem ein Gemälde des Heiligen Georg beherbergt, das Peter Paul Rubens zugeschrieben wird. Ebenfalls spannend ist die Chiesa di Santa Croce, deren Ursprünge bis um 1130 zurückreichen und die 1725 barock neu gestaltet wurde. An ihrer Fassade hängen noch heute schwere Ketten aus dem Hafen von Pisa, die als Trophäen der Seeschlacht von Meloria im Jahr 1284 gelten. Direkt daneben liegt der Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert, der heute als Unterkunft genutzt wird.

Etwas oberhalb der Stadt findest du die Festung Monleone, eine genuesische Verteidigungsanlage aus dem Jahr 1173, die später mit einer Villa aus dem frühen 20. Jahrhundert überbaut wurde. Ergänzt wird die Anlage vom Turm von Villafranca, einem Wachturm aus dem zwölften Jahrhundert, der einst Teil des genuesischen Küstenschutzsystems war.

Sightseeing macht hungrig, und auch kulinarisch hat Moneglia einige Highlights zu bieten. Immerhin sind wir im italienischen Ligurien, dem Geburtsort der Focaccia. Daneben gibt es frischen Fisch, hausgemachte Pasta und viel Olivenöl. Unbedingt probieren solltest du Trofie al Pesto, ein ligurisches Pastagericht mit Trofie-Nudeln und frischem Pesto Genovese, das manchmal auch mit Kartoffelstückchen und grünen Bohnen serviert wird.

Das kannst du in

der Region rund

um Moneglia erleben

Nur wenige Bahnminuten südlich beginnt die Cinque Terre. Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare kleben wie bunte Farbkleckse an den steilen Felsen über dem Meer. Jeder Ort hat seinen eigenen Charme, und du kannst sie auch entlang eines Wanderweges erkunden, der die Dörfer miteinander verbindet. Das ist der Blaue Weg, auch Weg Nr. 2 oder Sentiero Azzurro genannt. Er ist zwölf Kilometer lang, und wenn du ihn komplett laufen möchtest, solltest du fünf bis sechs Stunden einplanen.

Etwas näher liegt Sestri Levante, das oft als entspanntere Alternative zu den Cinque Terre beschrieben wird. Die Stadt zieht sich über eine schmale Landzunge ins Meer und wird von zwei Buchten eingerahmt.

Wenn du ins Hinterland fährst, verändert sich die Landschaft schnell: Hinter der Küste beginnen die ligurischen Apenninen mit dichten Wäldern, Terrassenfeldern und kleinen Dörfern. Wanderwege führen dich hier durch Olivenhaine und über Hügelketten, oft mit herrlichen Blicken zurück auf die Küste.

Auch Richtung Portofino lohnt sich ein Ausflug. Die Fahrt entlang der Küste ist schon ein Erlebnis für sich, mit immer wieder tollen Ausblicken auf kleine Buchten und steile Felswände. Portofino selbst wirkt wie ein perfekt inszeniertes Postkartenmotiv, mit seinem kleinen Hafen, den bunten Häusern und den luxuriösen Jachten, die hier vor Anker liegen.

Wer es ruhiger mag, kann stattdessen in den umliegenden Naturpark ausweichen, wo Wanderwege durch mediterrane Vegetation führen.

So erreichst du Moneglia

Moneglia liegt direkt an der Bahnstrecke zwischen Genua und La Spezia und ist damit gut angebunden. Am einfachsten erreichst du den Küstenort über Genua, von dort fährt regelmäßig die Regionalbahn entlang der Riviera di Levante.

Alternativ kannst du auch über Pisa oder Mailand anreisen und jeweils in die Regionalzüge Richtung Ligurien umsteigen. Mit dem Auto kommst du ebenfalls gut hin, allerdings sind die Straßen in der Region kurvig und im Sommer oft gut gefüllt. Im Ort selbst ist es dann am entspanntesten, das Auto stehen zu lassen, da sich alles bequem zu Fuß erreichen lässt.



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