BBS 1 feiert 25 Jahre Courage
Jubiläum würdigt langjähriges Engagement gegen Diskriminierung

Gifhorn. Vor den Wänden der Cafeteria prangen kreativ gestaltete Pappkartons mit Bildern und Slogans zum Thema Rassismus und Toleranz, dazu gibt es ein vielfältiges Programm mit Reden, Diskussionen, Vorträgen, einem Film und einer Preisverleihung: Die BBS 1 Gifhorn feierte jüngst den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage", den sie seit 25 Jahren trägt. 2001 gehörte die Berufsbildende Schule zu den Ersten im Netzwerk, das mit Unterstützung des Paten Cem Özdemir entstand. Heute zählt das bundesweite Bündnis rund 5000 Schulen.

Kreativ gestaltete „Wand aus Respekt und Toleranz“

Bereits im Vorfeld hatten Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter in einem Podcast auf dem Instagram-Kanal der Schule über die Bedeutung des Netzwerks gesprochen. Auch die „Wand für Respekt und Toleranz“ aus den Pappkartons war das Ergebnis einer Kreativ-Challenge zahlreicher Klassen – so konnten auch Lerngruppen ohne Unterricht am Jubiläumstag ein sichtbares Zeichen setzen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Landrat Philipp Raulfs, Dezernentin Annette Due und Schulleiterin Regina Ruge. Raulfs betonte, der Titel sei als ein fortlaufender Auftrag zu verstehen: „Schule ohne Rassismus bedeutet, Haltung zu zeigen – jeden Tag und in jeder Situation."

Schulleiterin Ruge erklärte: „Courage bedeutet, den Mut zu haben, für andere einzustehen und die eigenen Werte auch dann zu vertreten, wenn es unbequem wird.“ Auch Schülersprecherin Valeska Fuhrmann sprach zur Schülerschaft, Dezernentin Due würdigte das Engagement der Schülervertretung.

Im Multifunktionsraum diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus 25 Jahren Schulgeschichte – darunter ehemalige und aktuelle Schülersprecher sowie Lehrkräfte, die die Bewerbung 2001 initiiert hatten – darüber, wie sich gelebte Toleranz im Schulalltag zeigt. So wurde deutlich, wie sich das Engagement der Schülerinnen und Schüler über die Jahre entwickelt hat. Über ein Mentimeter, also ein webbasiertes Präsentationstool, beteiligten sich mehr als 150 Schülerinnen und Schüler an der Diskussion.

Ein Höhepunkt war der Vortrag von Ibrahim Arslan, der den rassistischen Brandanschlag von Mölln überlebt hat und sich heute als Aktivist gegen das Vergessen engagiert. Zuvor wurde der Film „Der zweite Anschlag“ gezeigt.

Beim abschließenden Gallery Walk würdigte eine Preisverleihung die kreativsten Arbeiten unter den Beiträgen der „Wand für Respekt und Toleranz”.

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