In erster Reihe sitzend am Tankumsee-Strand regionale Kost speisen zu können, das war der Plan. Dass immer noch die Küche kalt ist, findet auch Nadine Hilbert „schade“. Auch dass der benachbarte Imbiss nach kurzer Zeit den Betrieb einstellte.
Aus Sicht der Tankumsee GmbH schildert sie das aktuelle Dilemma so: „Die Gastronomie inklusive Kiosk wurde zum 1. August an den Pächter Florian Hary von der Glöckl Gastro Group übergeben. Der Kioskbetrieb startete auch kurz danach, musste jedoch leider zwischenzeitlich pausieren. Nach Angaben des Gastronomen waren krankheitsbedingte Personalausfälle der Grund.“
Die Eröffnung des Restaurants namens Heimathafen verzögere sich leider etwas. Klare Aussage von Nadine Hilbert: „Bauseitig ist alles nutzungsbereit fertiggestellt.“ Eine ausgestattete Küche gehöre mit zum Paket, das bereitstünde. Derzeit fänden zwischen dem Gastronomen und der Gesellschaft „noch interne Abstimmungsgespräche statt, die leider zu einer Verzögerung der Öffnung führen“.
Da ihr klar sei, dass viele Besucherinnen und Besucher sich fragen, warum das Gebäude noch nicht geöffnet ist, werde es in Kürze eine entsprechende Reaktion und öffentliche Erklärung der Tankumsee GmbH geben. Für ein Statement war Florian Hary von der Glöckl Gastro Group nicht erreichbar.
Nicht nur an dieser Lösung arbeitet die Tankumsee GmbH. Perspektivisch steht schon buchstäblich die nächste – geplante – Großbaustelle an. Im Zuge des vor Jahren beschlossenen Sanierungsprogramms tut sich rund um den Komplex DLRG/Bistro eine Menge. Dort soll nämlich ein Neubau entstehen. Die Ausschreibung läuft gerade.
Will auch bedeuten: Den Sommerbetrieb 2027 müssen DLRG und Co. in dem Bereich in Provisorien überbrücken, ehe der Neubau bezugsfertig ist. „Wir sind in Abstimmung mit den Beteiligten“, sagt Nadine Hilbert. Auch Kiosk und das Wassersportzentrum, das eine Surfschule beinhaltet, sollen in dem Neubau einen neuen Platz erhalten. Die in die Jahre gekommenen Sanitäranlagen werden ebenfalls modernisiert. Details des Großprojekts stünden noch nicht fest.
Beliebt war der Tankumsee 2026 wie eh und je: „Wir sind sehr zufrieden mit der Saison.“ Konkrete Besucherzahlen sind wie immer nicht zu benennen, da Fußgänger sowie Radfahrende nicht erfasst werden. Ungefähre Anhaltspunkte liefern die Aus- und Einfahrten auf den Parkplätzen. Von Mai bis Ende September seien mehr als 240.000 Besucherinnen und Besucher per Auto gekommen, so die Hochrechnung. Grundlage ist die Berechnung mit einem Faktor von 1,5 pro erfasstem Auto.
Eine Lehre müssen die Verantwortlichen aus einer unliebsamen Überraschung gegen Ende der Saison ziehen: Kurzzeitig war der Badebetrieb wegen Blaualgen gestoppt. Hierzu läuft gerade die Ausschreibung zur „Verbesserung der Wasserqualität“.
Hier habe die Tankumsee-Betriebsgesellschaft Fördermittel zur Verbesserung der Wasserqualität beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz beantragt und bewilligt bekommen. In diesem Zuge würden ein Monitoring und eine Ursachenforschung zur Ist-Situation der Wasserqualität durchgeführt und ein Maßnahmenkatalog erstellt, wie die Wasserqualität nachhaltig verbessert werden kann, erläutert Nadine Hilbert den Stand der Dinge.