Konkret geht es unter anderem um die Nutzung der Straße und einen ansprechenden Mietermix, heißt es vom Verein. Der private als auch der öffentliche Raum sollen aufgewertet und gestaltet werden. Dazu gehört beispielsweise die Planung eines Kaufhof-Festes.
„Auch die Sicherheit soll ergänzend zu den bereits laufenden Maßnahmen der Stadt in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Ordnungsbehörden weiter verbessert werden“ sagt Vereinsvorsitzender Ghandi Said Al Hassan. Der Betreiber des „Alt-Berlin“ gab gemeinsam mit dem Immobilieneigentümer und nun stellvertretenden Vereinsvorsitzenden, Teja Schönberger, den ursprünglichen Impuls für eine gemeinsame Initiative.
„Der Kaufhof hat großes Potenzial, das wir gemeinsam ausschöpfen wollen. Die Gründung des Vereins bietet uns die Chance, dem Kaufhof eine Stimme zugeben, gemeinsam in den Austausch zu kommen und konkrete Maßnahmen vor Ort umzusetzen. Ein großer Dank gilt dem Oberbürgermeister sowie den Ortsbürgermeistern und der WMG für ihre Unterstützung in dieser Sache“, erklärt Ghandi Said Al Hassan.Teja Schönberger, dem Immobilien im hinteren Bereich der Straße gehören, möchte den Kaufhof im Ibiza-Style aufwerten. Er stellt sich unter anderem vor, dass der Straßenbelag angemalt wird. Auch die Hausfassaden könnten zum Teil einen neuen, bunten Anstrich bekommen. Die Verwaltung begrüßt die Pläne zur Aufwertung des Umfelds.Wirtschaftsdezernent und WMG-Geschäftsführer Jens Hofschröer betont, dass die Anlieger für die positive Entwicklung eine entscheidende Rolle spielen. „Ihre Immobilien und Nutzungen prägen das Quartier maßgeblich. Umso wichtiger ist dieses private Engagement, das wir als WMG und Stadtverwaltung gern unterstützen“, so Hofschröer.
Der Verein wird nach Angaben der WMG noch gegründet. Demnach ist der Verein offen für weitere Mitglieder aus dem Kreis der lokalen Eigentümer, Gewerbetreibenden, Anwohner und Freunde des Kaufhofs. In einer der ersten Vorstandssitzungen im März hat der Verein bereits Maßnahmen sowie das weitere Vorgehen zur Antragsstellung einer Quartiersgemeinschaft nach Niedersächsischem Quartiersgesetz besprochen.
Mit einer Gemeinschaft des Quartiers könnten Projekte finanziert werden. Gleichzeitig stimmt der Verein aktuell mit weiteren Anliegern, der Stadtverwaltung und der WMG die Machbarkeit sowie den Entwurf für eine kreative Gestaltung der öffentlichen Straße ab. „Es freut uns, dass die Stadt unsere Vereinsgründung durch die Umsetzung dieser Maßnahme unterstützt“, sagt Schönberger.
Die Maßnahme soll zeitnah unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften und Rahmenbedingungen durch die Stadtverwaltung im Rahmen des Citysofortprogramms umgesetzt werden. Der kreative Kopf hinter der Idee, Teja Schönberger, kann es kaum erwarten. Geht es nach ihm, kann es in den nächsten acht Wochen losgehen. „Wir freuen uns, dass der Kaufhof wieder positiv im Gespräch ist. Nun heißt es aus der Idee und ersten KI-Bildern eine gemeinsame Umsetzung für den Kaufhof zu entwickeln“, betont Schönberger.