Mit der Frühlingssonne und den ersten warmen Tagen beginnt in Deutschland auch die Eissaison. Ob Mango, Cookies oder Pistazie: Rund 100 Kugeln verspeist jede und jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Doch dafür müssen wir immer tiefer in die Tasche greifen.
Einer bundesweiten Analyse des Gutscheinportals „Coupons.de“ zufolge, für die 215 Eiscafés befragt wurden, liegt der Durchschnittspreis inzwischen bei 1,92 Euro pro Kugel – rund 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der reisereporter verrät, in welchen Regionen der Eisbecher noch erschwinglich ist.
Die erste Erkenntnis der Auswertung: Wer in großen Städten Eis essen möchte, zahlt meist deutlich mehr. In Metropolen wie München und Berlin liegen die Preise mit rund 2,25 Euro über dem Durchschnitt.
Ein weiterer Preistreiber ist die Nähe zum Meer. Das mit Abstand teuerste Eis des Landes gibt es auf Sylt, wo die Kugel durchschnittlich 2,83 Euro kostet. Auch das Seebad Binz auf Rügen (2,25 Euro) oder die Nordseeinsel Norderney (2 Euro) zählen zu den hochpreisigen Destinationen, wobei eine Eisdiele auf Norderney sogar 3,80 Euro pro Kugel verlangt.
Ausnahmen bilden einige Küstenstädte auf dem Festland: Im Schnitt 1,83 Euro pro Kugel sind es in Cuxhaven, Bremerhaven und St. Peter-Ording. Noch günstiger ist es im ostfriesischen Emden – hier zahlen Eis-Fans nur 1,73 Euro pro Kugel.
Regional betrachtet ist der Norden die teuerste Ecke Deutschlands. Mit durchschnittlich 1,96 Euro pro Kugel liegt das Eisvergnügen über dem bundesweiten Mittelwert. Neben den beliebten Badeorten an Nord- und Ostsee zahlen die Menschen in Hamburg und Hannover mit jeweils 2,10 Euro am meisten für eine Kugel Eis. Besser schneiden Osnabrück (1,60 Euro), Bremen und Schwerin (jeweils 1,77 Euro) ab.
Im Süden bewegen sich die Preise mit etwa 1,88 Euro im Mittelfeld, wobei touristisch gefragte Städte wie München (2,25 Euro), Nürnberg (2 Euro) oder Stuttgart (2,07 Euro) nach oben ausschlagen.
Günstiges Gelato findet man hingegen im Westen Deutschlands. 1,77 Euro beträgt der regionale Mittelwert. Aachen und Münster fallen mit 2,03 Euro pro Kugel zwar negativ auf, besonders erschwinglich ist Eis dafür im Ruhrgebiet: Städte wie Bochum oder Dortmund bieten die Kugel für durchschnittlich 1,57 Euro an. In Ostdeutschland ist der Eispreis seit dem letzten Jahr etwas gestiegen, auf durchschnittlich 1,81 Euro.
Am teuersten ist eine Kugel in Berlin (2,23 Euro) sowie in Weimar (2,12 Euro). Grund zur Freude sind die Preise in Zwickauer Eisdielen – hier kostet die Kugel nur 1,50 Euro. Erfurt reiht sich mit durchschnittlich 1,63 Euro pro Kugel knapp dahinter ein.
Aber wo in Deutschland bekommt man denn nun das günstigste Eis? Dafür geht es in den Spreewald, genauer ins brandenburgische Lübbenau: Hier kostet die Kugel im Schnitt nur 1,47 Euro – das ist sogar weniger als im Vorjahr.