Neue OP-Technik im Klinikum Wolfsburg
Patienten profitieren von schnelleren
und schonenderen Eingriffen

Prof. Dr. Klaus Zweckberger (3. v. l.) und sein Team während einer Wirbelsäulenoperation im Klinikum Wolfsburg. Loop-X und Neuronavigation unterstützen während des Eingriffs mit modernster Bildgebung.Fotos: Klinikum Wolfsburg / Julia Klemp
Wolfsburg. Für Patientinnen und Patienten in Wolfsburg bringt eine neue Technologie im Klinikum einen spürbaren Fortschritt: Operationen an der Wirbelsäule sollen künftig deutlich schonender, sicherer und schneller verlaufen. Im Mittelpunkt steht dabei ein hochmodernes System, das jetzt im OP-Bereich in Betrieb genommen wurde.

Das Klinikum Wolfsburg setzt ab sofort auf den Bildgebungsroboter „Loop-X“ in Kombination mit einer sogenannten Curve-Navigation. Für Patienten bedeutet das vor allem eines: bessere Behandlungsergebnisse bei gleichzeitig geringerer Belastung.

Die Eingriffe können in vielen Fällen minimalinvasiv durchgeführt werden. Das heißt: kleinere Schnitte, weniger Blutverlust und eine schnellere Erholung nach der Operation. Auch die Dauer der Eingriffe wird verkürzt. Ein weiterer Vorteil ist die reduzierte Strahlenbelastung während der Behandlung.

Kern der neuen Technik ist eine Kombination aus hochauflösender Bildgebung und intelligenter Navigation. Während der Operation erstellt der Roboter in Echtzeit zwei- und dreidimensionale Aufnahmen. Diese werden direkt mit einem Navigationssystem verknüpft.

Für die Chirurgen entsteht so ein exaktes, dreidimensionales Bild der individuellen Anatomie. Implantate oder Schrauben können dadurch äußerst präzise eingesetzt und sofort kontrolliert werden. Das Risiko, Nerven oder Gefäße zu verletzen, sinkt deutlich.

Vor allem Patienten mit komplexen Erkrankungen profitieren davon – etwa bei Fehlstellungen der Wirbelsäule, komplizierten Brüchen, Tumoren oder nach früheren Operationen. „Das neue Hightech-OP-System ist für uns ein Meilenstein und der aktuelle Goldstandard“, hebt Prof. Dr. Klaus Zweckberger, Leiter der Neurotraumatologie und Wirbelsäulenchirurgie im Klinikum Wolfsburg, hervor.

Genutzt wird das System im Klinikum Wolfsburg nicht nur bei Wirbelsäulenoperationen. Auch in der Orthopädie und Unfallchirurgie, etwa bei Eingriffen am Becken, kommt die Technik zum Einsatz.

Nach Angaben des Klinikums können durch die präzisen Kontrollmöglichkeiten während der Operation oft zusätzliche Untersuchungen nach dem Eingriff entfallen. Das beschleunigt den gesamten Behandlungsprozess und entlastet die Patienten zusätzlich.

Nicht nur Patienten profitieren von der neuen Technik. Auch für das medizinische Personal bringt sie Vorteile. Die Strahlenbelastung sinkt – und damit entfällt in vielen Fällen das lange Tragen schwerer Bleischürzen während der Operation.

Zudem ist das System mobil und kann flexibel in verschiedenen Operationssälen eingesetzt werden.

Knapp eine Million Euro haben die Stadt Wolfsburg und das Klinikum in die neue Technik investiert. Für Oberbürgermeister Dennis Weilmann ist das ein klares Signal: „Mit der Anschaffung des neuen Systems setzen wir ein klares Zeichen. Die Stadt als Trägerin des Klinikums, investiert am Standort weiter in die Zukunft der Medizin und somit in die beste Versorgung der Menschen in unserer Stadt.“

Auch aus Sicht der Klinikleitung ist die Anschaffung ein wichtiger Schritt, um den Standort Wolfsburg im Wettbewerb der Krankenhäuser zukunftsfähig aufzustellen. Gleichzeitig soll die moderne Ausstattung dazu beitragen, junge Ärztinnen und Ärzte sowie Studierende für Wolfsburg zu gewinnen.

Für Wolfsburgerinnen und Wolfsburger ist die wichtigste Botschaft klar: Hochmoderne medizinische Versorgung ist direkt vor Ort verfügbar – mit besseren Chancen auf eine schnelle und sichere Genesung.

Mit der neuen Technologie will das Klinikum Wolfsburg seinen Anspruch unterstreichen, medizinische Leistungen auf Spitzenniveau anzubieten – und den Wandel im Gesundheitswesen aktiv mitzugestalten.



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