Der Rat der Stadt hatte zuvor beschlossen, die bisherige kirchliche Trägerschaft zu übernehmen. Künftig betreut der städtische Geschäftsbereich Grün die Anlage.
Für viele Menschen in Neindorf ist der Friedhof ein zentraler Ort für Erinnerung und Abschied. Genau diese Funktion soll auch künftig erhalten bleiben. Nach Angaben der Stadt steht vor allem eine verlässliche Betreuung im Mittelpunkt.
„Für die Menschen vor Ort soll sich möglichst wenig verändern. Der Friedhof bleibt der vertraute Ort, den die Neindorferinnen und Neindorfer kennen. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass Pflege, Unterhaltung und Verwaltung langfristig verlässlich organisiert sind“, erklärt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
Auch der Erste Stadtrat und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide betont die Bedeutung klarer Ansprechpartner für Angehörige: „Gerade in Zeiten des Abschieds wünschen sich Angehörige vor allem Verlässlichkeit und klare Ansprechpartner. Genau das können wir mit der Übernahme gewährleisten. Der Friedhof bleibt ein gepflegter und würdevoller Ort für Trauer und Erinnerung – und gleichzeitig Teil eines starken städtischen Friedhofsverbundes.“
Zustimmung kommt auch von der Evangelisch-lutherischen Kirche. Superintendent Christian Berndt spricht von einem sensiblen Ort, an dem Trauer, Erinnerung und Gemeinschaft zusammenkommen.
Der Friedhof in Neindorf verfügt über eine eigene Kapelle und wird seit vielen Jahren von Bürgerinnen und Bürgern des Ortsteils genutzt. Die Übernahme erfolgt nach dem Vorbild ähnlicher Trägerschaftswechsel in Vorsfelde, Rothenfelde und Heßlingen.
Nach Angaben der Stadt entstehen durch die Übernahme keine einmaligen Kosten. Zudem werden Rücklagen der Kirchengemeinde in Höhe von rund 35.000 Euro an die Stadt übertragen.
Künftig soll der Friedhof schrittweise in die Abläufe des städtischen Friedhofswesens integriert werden. Im Mittelpunkt stehen laut Stadt eine verlässliche Pflege, ein bürgernaher Service und der langfristige Erhalt der Anlage.