18 Stadtteilmütter
für Wolfsburg
Sie helfen bei Elternbriefen, begleiten Gespräche in Kitas und Schulen und vermitteln Orientierung im Alltag

Oberbürgermeister Dennis Weilmann (oben, 4. v. l.) und Stadträtin Iris Bothe (oben, 9. v. l.) übergaben die Zertifikate an die erfolgreichen Teilnehmerinnen.Foto: Stadt Wolfsburg
Wolfsburg. Wenn der Elternbrief aus der Schule nicht verstanden wird oder in der Kita ein wichtiges Gespräch ansteht, entstehen schnell Unsicherheiten. Genau hier setzen die Stadtteilmütter in Wolfsburg an: Sie unterstützen Familien im Alltag, erklären, begleiten und hören zu.Schulung erfolgreich
abgeschlossen

18 Frauen haben jetzt die aktuelle Stadtteilmütter-Schulung der Stadt Wolfsburg abgeschlossen. Bei einer Feier im Hallenbad erhielten sie am Donnerstag, 11. Juni, ihre Zertifikate. Über ein Schuljahr hinweg beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit Bildung, Sprachförderung, Gesundheit, Erziehung und interkultureller Kommunikation. Parallel sammelten sie praktische Erfahrungen in Schulen, Kitas und Familienzentren.

Stimme aus der Stadt:
Bedeutung des Projekts

Oberbürgermeister Dennis Weilmann, hob bei der Feier die Wichtigkeit der Initiative hervor: „Die Stadtteilmütter stehen für das, was Wolfsburg ausmacht: Zusammenhalt, Offenheit und gegenseitige Unterstützung. Sie helfen Menschen dabei, in unserer Stadt anzukommen und sich einzubringen. Dieses Engagement ist ein wichtiger Beitrag für das Miteinander in Wolfsburg.“

Viele Teilnehmerinnen bringen dabei eigene Erfahrungen mit: ein Neustart in einem neuen Land, Sprachbarrieren und ungewohnte Strukturen. Das macht sie für andere Familien besonders nahbar.

Unterstützung im Alltag
der Familien

Die Stadtteilmütter begleiten Eltern zu Gesprächen in Schulen und Kitas, organisieren Elterncafés und helfen dabei, passende Beratungsangebote zu finden. Dadurch entstehen erste Kontakte, mehr Sicherheit im Alltag und Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten.

Bei der Abschlussveranstaltung präsentierten die Teilnehmerinnen ein eigenes Theaterstück, persönliche Beiträge aus der Schulung und kulturelle Darbietungen. Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung, Integration und Soziales betonte: „Die Stadtteilmütter erreichen Familien auf eine Weise, die klassische Angebote allein nicht leisten können. Sie vermitteln Orientierung, stärken das Selbstvertrauen vieler Frauen und machen Teilhabe ganz praktisch möglich.“

Langfristige Wirkung
in Wolfsburg

Seit dem Start im Jahr 2009 wurden in Wolfsburg mehr als 260 Frauen aus zahlreichen Nationen qualifiziert. Viele engagieren sich anschließend ehrenamtlich weiter, beginnen eine Ausbildung oder steigen ins Berufsleben ein.

Auch Schulen und Kitas profitieren davon: Die Stadtteilmütter helfen, Hemmschwellen abzubauen und Eltern stärker in den Bildungsweg ihrer Kinder einzubeziehen. Christoph Andacht, Geschäftsbereichsleiter Schule, erklärte worauf es dabei ankommt: „Gute Bildung braucht Vertrauen und eine enge Zusammenarbeit mit den Familien. Die Stadtteilmütter schaffen Zugänge und bauen Unsicherheiten ab. Das unterstützt Kinder unmittelbar in ihrer Entwicklung.“

Das Interesse am Projekt bleibt weiterhin hoch, auch für die kommende Schulung liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor. Zahra Abbassi, Leiterin der Stadtteilmütter-Schulung, freut sich über die positive Resonanz: „Es ist bereichernd zu sehen, wie engagierte Frauen zusammenkommen, sich weiterentwickeln und an Selbstbewusstsein gewinnen. Jede bringt eigene Stärken mit und findet im gemeinsamen Prozess neue Perspektiven für ihren Weg.“

Die Stadtteilmütter zeigen seit Jahren, wie Integration in Wolfsburg im Alltag gelingen kann.

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