Stadt trägt Kosten
Die Idee der „Endless Color Road“, die er von Ibiza mitgebracht hat, hat der Wolfsburger Investor schon länger. Doch nun gibt es für das Projekt auch grünes Licht aus dem Rathaus. „Der Stadt gehört die Straße und sie übernimmt die Kosten dafür“, sagt Schönberger.
Bis zu 20 Künstler aus ganz Deutschland sollen dafür sorgen, dass der Kaufhof in neuem Glanz erstrahlt. Wann genau die Arbeiten beginnen, hängt laut Schönberger maßgeblich davon ab, wann die benötigten Farben für das Projekt geliefert werden können. Sowohl die Künstler als auch die Maschinen, um die Straße zuvor vorzubehandeln, stünden parat. Vorgesehen sei, mit den Arbeiten in den ersten Wochen der Werksferien zu beginnen, so dass sich die Wolfsburger direkt nach dem Werksurlaub über die außergewöhnlich bunte Straße in Wolfsburg freuen dürfen.
Die Arbeiten sollen zügig vorangehen und den normalen Betrieb auf der Kneipenmeile so wenig wie möglich stören. In mehreren Abschnitte unterteilt wird die Umgestaltung erfolgen. Der zu bearbeitende Abschnitt werde am selben Tag vorbereitet, an dem er auch bemalt werde, so Schönberger. Lediglich „von morgens bis nachmittags“ werde der Bereich dafür in den einzelnen Abschnitten gesperrt sein. Abhängig seien die Arbeiten zudem vom Wetter. „Wenn es regnet, funktioniert das nicht“, so Schönberger.
Ist die Umgestaltung abgeschlossen, soll der Kaufhof die Besucher mit einer ganz neuen Atmosphäre begeistern. „Egal, an welcher Seite man steht, man soll von dem Kunstwerk richtig geflasht werden“, sagt Schönberger.
Positive Entwicklung spürbar
Dass sich im Kaufhof in der Vergangenheit einiges zum Positiven entwickelt habe, hat Schönberger von verschiedenen Kaufhof-Betreibern gehört, sagt er. Das Publikum habe sich bereits ein wenig verändert und die Negativ-Ereignisse seien zurückgegangen. Einen Teil dazu hätten die neuen Gastronomien beigetragen. Die neuen Angebote würden frische Impulse, eine neue Atmosphäre und zusätzliche Aufenthaltsqualität in den Kaufhof bringen. Die Entwicklungen der vergangenen Monate zeige, dass der eingeschlagene Weg der richtige sei. Mit neuen gastronomischen Angeboten, kreativen Projekten und einer wachsenden Aufbruchsstimmung beginne ein neues Kapitel.
Interesse von TouristenDie Idee für den knallbunten Kaufhof hat Schönberger von Ibiza mitgebracht. Dort habe er in St. Antonio eine Ecke gesehen, die einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck gemacht habe. Diese Straße sei anschließend bunt umgestaltet worden und habe seitdem ein ganz besonderes Flair verbreitet. „Inzwischen laufen dort alle hin, um sich die Straße anzuschauen. Das ist eine ganz tolle Ecke geworden“, berichtet er.
Denselben Effekt erhofft er sich für Wolfsburg und den Kaufhof. Er wünsche sich, dass nicht nur Wolfsburger die Neuerungen zu schätzen wüssten, sondern dass auch Touristen, die in der Stadt unterwegs seien, neugierig werden und sich die bunte Straße anschauen möchten. Darüber hinaus hofft er, dass mehr und mehr Wolfsburger den Kaufhof wieder für sich entdecken und zu regelmäßigen Besuchern werden.
Dem Vorhaben geht eine lange Zeit der Planungen und Abstimmungen voraus. Mit Gastronomen und Betreibern sei gesprochen worden und auch das Design mehrfach abgestimmt. Familienfreundlich und bunt solle die Zukunft aussehen. Durch die Beleuchtung würden die bunten Farben nachts noch einmal besonders reflektiert. Damit es nicht nur farbenfroh, sondern auch grün im Kaufhof wird, sollen zudem Pflanzkübel aufgestellt werden.