Konzept nicht vor Oktober
Hintergrund: An der Straße An der Meine, an der Aldi und Lidl bauen beziehungsweise umbauen wollen, soll ein Neubaugebiet entstehen. Angedacht sind neben den beiden Supermärkten Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Gewerbe. „Aktuell besteht noch Abstimmungsbedarf zwischen den Grundstückseigentümern und der Stadt Wolfsburg“, teilt ein Stadtsprecher mit. „Mit der Fertigstellung des städtebaulichen Konzepts rechnen wir frühestens im Oktober 2026.“
In diesem Konzept wird grob festgelegt, was in dem Gebiet später wo gebaut werden könnte. Es bilde die Grundlage für den zu erstellenden Bebauungsplan, erklärt der Stadtsprecher. Dieser B-Plan muss dann durch den Rat der Stadt Wolfsburg offiziell beschlossen werden. Das dürfte frühestens 2027 passieren.
Keine Häuser in Allernähe
Die städtischen Planer haben die Bedenken der Kommunalpolitiker aufgegriffen und lehnen jetzt eine Wohnbebauung in direkter Nähe zur Aller ab. Diese Bebauung in Flussnähe war ursprünglich Teil der Planung. Nun gebe es aber neue Erkenntnisse zum Hochwasserschutz, teilt die Verwaltung mit. Ortspolitiker hatten von Anfang an darauf gepocht, genügend Überschwemmungsfläche für mögliches Hochwasser einzuplanen. Das ist jetzt geschehen.
Wann die ersten Bagger anrücken können, verrät die Stadt nicht: „Ein Baustart für etwaige Nahversorger kann frühestens ein Jahr nach Festlegung der konkreten Lage der Baukörper erfolgen“, so sie Stadt. Hierfür sei ein vom Rat beschlossener Bebauungs-Plan notwendig. Erst dann habe man die nötigen Gutachten und Fachbeiträge fertiggestellt. So sind konkret Gutachten zum Schallschutz, zu Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen, zum Entwässerungskonzept sowie die Fauna-Flora-Habitat-Prüfung gemeint.
Konkrete Planung nicht vor Ende 2027
Stadt und Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) würden im engen Austausch mit Aldi und Lidl sowie der Heidebäckerei Meyer stehen, teilt die Stadt mit. Auch die Discounter teilen unserer Zeitung mit, mit Stadt und WMG „konstruktive Gespräche“ zu führen. Mit konkreten Planungen rechnen sie nicht vor Ende 2027, mit einem Baubeginn entsprechend später.
Für die Kunden in Vorsfelde heißt das: Die Versorgung bleibt zwar gesichert, auf moderne Neubauten von Aldi und Lidl müssen sie sich aber weiter gedulden. Die Entwicklung des Areals mit Nahversorgung, Wohnbebauung und Gewerbe bleibt damit eine langfristige Aufgabe für Stadt, Politik und Eigentümer.