„Schattenhaltestellen“ in der Porschestraße aufgestellt
Der Ortsrat Stadtmitte und WMG setzten Projekt von mobiler Verschattung in der Fußgängerzone um

Der Ortsrat Stadtmitte und die WMG stellten am Donnerstag die neuen Schattenspender in der Porschestraße vor.Foto: Britta Schulze
Wolfsburg. Wo finden Passanten Schutz vor Sommerhitze in der Innenstadt? Gut, dass es inzwischen in der an vielen Stellen versiegelten Porschestraße in der Fußgängerzone ein paar neue Schattenplätze gibt.

Der Ortsrat Stadtmitte und die Wolfsburg Wirtschaft und Marketing (WMG) eröffneten am Donnerstag drei neue mobile, beschattete Sitzmöglichkeiten in der mittleren Porschestraße vor der City-Galerie. Die Pavillons sehen ein wenig wie „Bushaltestellen“ aus und bestehen aus einer Holz-Stahl-Konstruktion, angefertigt von den regionalen Firmen Kausche und Vision Metall.

Schattenhaltestelle vor der City-Galerie

Kurz nach der Aufstellung der „Schattenhaltestellen“ wurden diese auch schon von den ersten Passanten genutzt. Sehr zur Freude von Stadtmitte Ortsbürgermeister Erich Schubert (SPD) und Stellvertreter Jens Tönskötter (PUG).

Tönskötter war der Initiator des Projekts: „Mehr Schatten für unsere Innenstadt war ein vielfach geäußerter Wunsch der Bürger“, sagt er. Die Grundidee sei es zunächst gewesen, die bestehende Bestuhlung in der Porschestraße mit einer Überdachung auszurüsten. Daraus wurde aber nichts, die Stadtverwaltung hatte laut Tönskötter diverse Einwände.

Kommunalpolitik blieb hartnäckig

„Wir haben aber nicht losgelassen“, sagt Tönskötter. Dank des Ortsrat-Investitionsfonds und der Unterstützung der WMG konnte das Projekt in abgewandelter Form dann doch noch umgesetzt werden. „Das Ergebnis sehen wir jetzt vor uns“, so Tönskötter.

Wenn durch anstehende Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Weihnachtsmarkt, der Platz in der Fußgängerzone benötigt werde, könnten die mobilen Schattenplätze innerhalb der Porschestraße umziehen, also an eine andere Stelle versetzt werden.

Seit 2024 sei an der Umsetzung gearbeitet worden. Daran erinnerte Erich Schubert. Rund 35.000 Euro wurden jetzt vom Ortsrat ausgegeben. „Jahrelang wurde von der Verwaltung so gut wie nichts von unseren Vorschlägen umgesetzt. Es war daher Geld übrig und deshalb haben wir jetzt nicht nur einen Schattenpavillon, sondern drei an der Zahl“, so Schubert. Der Ortsbürgermeister dankte ausdrücklich der WMG für die Hilfe bei der Umsetzung.

Neben den Verschattungsplätzen werden Pflanzbehälter aufgestellt, um mehr grüne Inseln in der von Granitstein geprägten Fußgängerzone zu schaffen. „Beschattete Aufenthaltsbereiche sind heute ein wichtiger Bestandteil einer modernen, klimagerechten und attraktiven Innenstadt“, sagt Josephine Stein, Leiterin Handel und Zentren bei der WMG.

Nutzer können Bewertung abgeben

Die WMG koordiniert das Projekt als Teil des Citysofortprogramms. „In den kommenden Jahren werden wir diese Maßnahme in den Sommermonaten an verschiedenen Standorten testen und freuen uns über das Feedback der Bürger“, sagt Josephine Stein und weist auf die Nutzer-Beteiligungsaktion hin.

Bürger können diese sowie die weiteren in der Innenstadt umgesetzten Maßnahmen, wie zum Beispiel das Basketballfeld oder den Kletterturm, auf der Beteiligungsplattform mein.wolfsburg online bewerten.

Unter Berücksichtigung des Feedbacks sollen anschließend für die Projektlaufzeit bis 2028 weitere Standorte für die genannten Angebote ausgewählt werden. „Darüber hinaus zahlen alle Maßnahmen auf die Umsetzung des Standortkonzepts Wolfsburg 2035+ und die Handlungsempfehlung zur Aufwertung des öffentlichen Raums ein“, teilte die WMG in einem Presseschreiben mit.

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